Bezirk Landeck

20 Millionen durch die Bruderschaft St. Christoph

Die Bruderschaft St. Christoph spendete jeweils 50.000 Euro für Vorarlberger und Tiroler Frauenhausorganisationen.
© Parth

Die Bruderschaft St. Christoph konnte gestern den 20-millionsten Spendeneuro für in Not geratene Familien mit Kindern übergeben.

Von Thomas Parth

St. Christoph a. A. – Einen „echten Feiertag“ erlebten gestern zwei Frauenhaus-Organisationen aus Tirol und Vorarlberg. Doris Müller vom „Caritas Haus Mutter & Kind“ aus Vorarlberg und Gabriele Plattner vom „Frauenhaus Tirol“ nahmen je einen Spendenscheck von stattlichen 50.000 Euro entgegen. Weil in Vorarlberg gerade eine Hausrenovierung und die Umgestaltung des Gartens ansteht und im Tiroler Oberland das erste Oberländer Frauenhaus entsteht, waren die Zuwendungen durch die Bruderschaft St. Christoph mehr als willkommen.

Überreicht wurden die Gelder durch den Präsidenten der Bruderschaft St. Christoph, Benno Elbs, dem Bischof von Feldkirch: „Mit diesem Geld wird gleichzeitig der 20-millionste Spendeneuro der Bruderschaft ausgeschüttet.“ Damit folge diese karitative Vereinigung ihrem Gründungsauftrag, betont Bischof Elbs, denn „die Nächstenliebe wird von uns als Dauerauftrag betrachtet“.

Bereits 1386 gegründet, wurde die Bruderschaft zwischen 1974 und 1978 neu belebt, hatte man doch während des Arlberg-Tunnelbaus 18 verunglückte Bergleute zu beklagen. „Wir haben uns um die hinterbliebenen Halbwaisen gekümmert“, erinnert sich Bruderschaftsmeister Adolf Werner. Diese „rasche und unbürokratische Hilfe“ sei zum Markenzeichen der Bruderschaft St. Christoph geworden, bestätigen alle anwesenden Bruderschaftsräte, die im Kollektiv über die Vergabe der Mittel entscheiden. Finanziert wird die karitative Tätigkeit in erster Linie durch die Mitgliedsbeiträge der weltweit über 23.000 Mitglieder.

Für den Einsatz der Bruderschaft danken auch LR Gabriele Graf aus Vorarlberg und NR Elisabeth Pfurtscheller, selbst Schwester der Bruderschaft St. Christoph. Beide Politikerinnen weisen wiederholt darauf hin, dass die Bruderschaft für „Frauen und Kinder in Not“ tätig ist. Diesem Auftrag fühlen sich auch die beiden Politikerinnen verpflichtet, weshalb die Spende an die Frauenhäuser besonders wertgeschätzt wird. „Die Diskussion muss auf die ganze Gesellschaft ausgeweitet werden, denn Femizide sind nur die Spitze des Eisbergs“, mahnt Pfurtscheller.

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