Fachtagung für Medizintechnik: Von Robotern und Künstlicher Intelligenz
In Innsbruck findet vom 28. bis 30. September die größte deutschsprachige Fachtagung für Medizintechnik statt. 800 Teilnehmer werden erwartet.
Von Anna Haselwanter
Innsbruck – Medizintechnik soll erkennen können, wie groß das Risiko bestimmter Erkrankungen ist, gesundheitliche Einschränkungen im Frühstadium entdecken oder aber dezentrales Arbeiten ermöglichen. Kurzum: Technik soll die Medizin der Zukunft erleichtern – immer zum Wohle des Patienten, erklärte Daniel Baumgarten, Tagungspräsident der BMT 2022 gestern.
Die BMT ist die gemeinsame Fachtagung der Österreichischen, Deutschen und Schweizer Gesellschaften für Biomedizinische Technik, die Ende September in Innsbruck stattfindet. Organisiert wird sie von der Privatuniversität UMIT, für die das „die größte Fachtagung in ihrer 20-jährigen Geschichte ist“, erklärte Rektorin Sandra Ückert. 800 Teilnehmer werden erwartet. Die biomedizinische Technik sei aufgrund des „demografischen Wandels, des technischen Fortschritts und immer neuerer medizinischer Erkenntnisse ein Forschungsbereich mit hoher Zukunftsrelevanz“, betonten alle Beteiligten. In der Tiroler Wirtschaft „arbeiten mehr als 11.000 Menschen im Sektor Life Science“, schilderte Marcus Hofer, Geschäftsführer der Standortagentur. Der Branchenumsatz betrage in Tirol 2,7 Milliarden Euro – und: Der Bereich der Medizintechnik wachse dabei stetig. „In den vergangenen zehn Jahren wuchs die Wertschöpfung um rund sieben Prozent im Jahr“, so Hofer. Zudem verfüge die Branche über enorme Innovationskraft. So würde es zunehmend Start-ups aus dem Bereich geben. Etwa „Occyo“ – ein Unternehmen, das sich der Prävention und Behandlung von Augenkrankheiten verschrieben hat. Mit ihrer Technik wollen sie Routineuntersuchungen so vereinfachen, dass sie von Pflegepersonal durchgeführt werden können – via Telemedizin verbunden mit den Fachärztinnen.
Mit der Technik kommen aber auch die Herausforderungen – von immer schärferen Zulassungsregeln bis hin zu ethischen Fragen. Etwa, ob man überhaupt wissen will, dass man in ein paar Jahren krank wird.