Geschäft mit E-Books verliert in Deutschland nach Corona-Boom Fahrt
Frankfurt am Main – Nach einem kräftigen Schub in den beiden Corona-Krisenjahren hat der Umsatz mit E-Books auf dem Publikumsbuchmarkt in den ersten sechs Monaten dieses Jahres deutlich an Fahrt verloren. Wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Mittwoch in Frankfurt mitteilte, legte er im ersten Halbjahr 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nur noch um drei Prozent zu. Im ersten Halbjahr 2021 lag das Plus noch bei 9,6 Prozent, 2020 sogar bei 17,8 Prozent.
Insgesamt wurden den Angaben zufolge rund 20,9 Millionen E-Books verkauft (plus 2,5 Prozent). Der Umsatzanteil der E-Books am Publikumsbuchmarkt stieg um 0,2 Prozentpunkte auf 8,1 Prozent. Die Zahl der Käufer ging um 7,1 Prozent auf rund 2,5 Millionen zurück - sie kauften aber im Schnitt mehr Bücher und gaben dafür auch mehr Geld aus. "Das erklärt, warum Umsatz und Absatz trotz des Rückgangs an Käufern leicht gestiegen sind", sagte ein Sprecher.
Die Zahlen basieren auf einer Hochrechnung und sind laut Börsenverein repräsentativ. Erfasst werden alle Käufe ab einem Preis von 0,49 Euro. (APA, dpa)