Entgeltliche Einschaltung

WK-Chef will Öffnung von Arbeitsmarkt für Menschen aus dem Ausland

Tirols Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Walser will einen Praxistest für potenzielle ausländische Arbeitskräfte.

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WK-Chef Christoph Walser fordert mehr Flexibilität.
© Rita Falk

Innsbruck – Einen flexiblen Umgang mit ausländischen Arbeitskräften forderte erneut Tirols Wirtschaftskammer-Präsident Christoph Walser. Zum einen gehe es darum, ob des massiven Fachkräftemangels einen vom Land finanzierten „Kompetenz-Check“ für erwachsene Arbeitnehmer zu implementieren. Das ermögliche, diese Arbeitnehmer dann unter Umständen in neuen Berufsbereichen einzusetzen, in denen sie kompetenter als in ihren bisherigen Tätigkeitsfeldern sind. „Das ist sicher auch im Interesse der Unternehmen“, betonte der WK-Chef.

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Zudem soll – als Ergänzung der Rot-Weiß-Rot-Card – ein „Praxistest“ für ausländische Arbeitskräfte eingeführt werden. „Damit können beispielsweise ausländische Tischler oder Elektriker auch ohne die gesamte Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt tätig werden“, meinte Bernhard Achatz, Leiter der Abteilung Arbeits- und Sozialrecht der Tiroler WK. Umgesetzt werden könnte dies über Bildungseinrichtungen im jeweiligen Land und auch über die Außenwirtschaftsstellen der WK. Wichtig sei zudem, dass die „Lehre mit Matura“ forciert werde. Und es brauche Anreizmodelle für Arbeitnehmer über 60 als wichtige Maßnahmen gegen den derzeitigen Arbeitskräftemangel.

Eine weitere – schon länger von der Wirtschaft geforderte – Maßnahme ist die flächendeckenden Betreuung von Kindern ab dem ersten Lebensjahr. „Damit ermöglicht man Menschen mit Kinder, dass sie in einem höheren Stundenausmaß berufstätig sein können“, so Michaela Hysek-Unterweger, WK-Bezirksobfrau von Lienz. Sie kritisierte, dass hier das Angebot in den letzten Jahren sogar zurückgegangen sei. Das würden Zahlen der Statistik Austria belegen.

Gefordert seien dabei auch Bund und Land. „Gerade für kleine Gemeinden ist die Finanzierung natürlich schwierig bis unmöglich“, so Walser. Aber man könne zum Beispiel auch Lösungen finden, bei denen diese zusammenarbeiten können. Und auch die Eltern der Kinder müssten ihren Beitrag leisten. Dass hier alle wahlwerbenden Parteien – auch ÖVP-Spitzenkandidat Anton Mattle habe bekanntlich inzwischen umgeschwenkt – diese flächendeckende Betreuung fordern, stimme ihn zuversichtlich, dass dies nach der Wahl umgesetzt werde, so Walser. (hu)

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