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Leichenfund in Innsbrucker Wohnung: Sohn schweigt, noch keine Tatwaffe

Mit den Worten „Ich habe einen Mord begangen“ stellte sich am Mittwochabend gegen 23 Uhr ein 38-jähriger Österreicher den Beamten der Polizeiinspektion Innsbruck-Flughafen. Seitdem verweigert der Mann jede weitere Aussage. Das blieb auch am Freitag so, mittlerweile ist der Mann in der Justizanstalt Innsbruck in Haft.

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Über den Balkon gelangten die Beamten in die Wohnung.
© zeitungsfoto.at

Innsbruck – Mit den Worten „Ich habe einen Mord begangen“ stellte sich am Mittwochabend gegen 23 Uhr ein 38-jähriger Österreicher den Beamten der Polizeiinspektion Innsbruck-Flughafen. Seitdem verweigert der Mann jede weitere Aussage. Weder zum Opfer noch zum Tathergang oder einer etwaigen Tatwaffe äußerte sich der Mann in der Folge. Gert Hofmann, stellvertretender Leiter des Landeskriminalamts (LKA) Tirol, bezeichnet das Verhalten des Mannes als „stoisch“. Es sei derzeit "aussichtslos", der Mann kommuniziere nicht, bekräftigte der stellvertretende LKA-Leiter Gert Hofmann auch am Freitag.

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Dennoch liegt der Verdacht nahe, dass der 38-Jährige mit seiner Aussage im Zusammenhang mit einem Leichenfund stehen könnte, den Beamte wenige Stunden zuvor im Stadtteil Hötting – genauer in der Höttinger Au – gemacht hatten. Sie waren kurz vor 20 Uhr zu einer Wohnung in der Dr.-Stumpf-Straße gerufen worden, weil Angehörige eines 63-jährigen Mannes – der Vater des 38-Jährigen – einen Unglücksfall befürchteten. Sie hatten Dienstag zum letzten Mal von ihm gehört.

Mit Unterstützung der Innsbrucker Berufsfeuerwehr gelangten die Polizisten über den Balkon in die Wohnung des Mannes und fanden dort die Leiche des 63-Jährigen. Sie wies sichtbare Schnittverletzungen auf. Bei der Obduktion wurden dann außerdem auch Stichverletzungen entdeckt, wie Gert Hofmann gestern mitteilte. Weiters wurde bei der Untersuchung zweifelsfrei festgestellt, dass der Mann durch fremde Hand ums Leben gekommen war. Nähere Auskünfte zum Verletzungsbild wurden nicht gegeben, um die Ermittlungen nicht zu beeinträchtigen.

Diese gestalteten sich jedenfalls alles andere als einfach. Die konkrete Tatwaffe konnte bisher nicht ausgemittelt werden. Es wurden aber mehrere Messer gefunden. Deren Untersuchung sei noch im Laufen, so Hofmann, ebenso wie die Erhebungen zum genauen Hergang der Tat. Der Tatverdächtige wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft in die Justizanstalt Innsbruck überstellt. (TT.com, np)

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