38.763 Euro Spendengelder: Mehr als 1000 Menschen liefen in Elmen für die kleine Elisa
Die Veranstalter des Naturparklaufs wurden förmlich überrannt. Das Schicksal der dreijährigen Elisa aus Elmen bewegte und brachte über 38.000 Euro an Erlös und Spendengeldern.
Von Simone Tschol
Elmen – „Wenn so ein schreckliches Unglück passiert, dann muss man einfach zusammenrücken.“ Dieser Satz war Samstagnachmittag auf dem Areal des Fußballplatzes ein Dauerbrenner. Denn das Schicksal der kleinen Elisa aus Elmen bewegt.
Es war der 13. April dieses Jahres, der die Zeit in der kleinen Lechtalgemeinde stillstehen ließ. Ein Großvater war mit seinen beiden Enkelkindern auf einem Quad eine Böschung hinuntergestürzt. Das ältere der beiden Mädchen blieb nahezu unverletzt, der Opa verstarb, Elisa (3) erlitt bei dem Unfall schwere Kopfverletzungen. 13 Wochen musste sie auf der Intensivstation verbringen. Jetzt wird sie in einem speziellen Reha-Zentrum in Salzburg therapiert und kämpft sich zurück ins Leben – Schritt für Schritt.
Um die immensen Kosten, die auf die Familie zukommen, abzufedern, wurde das Charity-Event „Lechtal Naturparklauf“ heuer unter das Motto „Alle für Elisa“ gestellt. Und dass das Schicksal des kleinen Mädchens bewegt, war unübersehbar. Der Veranstalter – Sportverein, Gemeinde und Tourismusverband gemeinsam – wurde förmlich überrannt. 1075 Teilnehmer schnürten sich die Schuhe und liefen für den guten Zweck. Sportlicher Ehrgeiz und/oder der olympische Gedanke beflügelten sowohl die Läufer als auch die zahlreichen Rollstuhlfahrer, die am Start waren.
Auch der Wettergott stellte sich am Samstag in den Dienst der guten Sache, denn allen schlechten Prognosen zum Trotz blieb es bis kurz vor Ende des Laufbewerbs trocken. „Es ist ein Wahnsinn. Ihr seid der Wahnsinn“, freute sich Lukas Ginther, Organisationsleiter und Frontmann der Sektion Laufen beim SV Elmen, bei der Siegerehrung der einzelnen Wertungsklassen im Festzelt. Dort ging dann die Preisverteilung gleich nahtlos ins Abendprogramm mit zwei Charity-Konzerten über. 850 Partytiger feierten für den guten Zweck und sorgten dafür, dass weder Essen noch Getränke übrig blieben.
Und der Einsatz aller freiwilligen Helfer, der Läufer wie auch der Nachtschwärmer hat sich gelohnt. Zwar liegt die Endabrechnung noch nicht vor, aber Bürgermeister und Sportvereinsobmann Markus Sojer rechnet mit einem Reinerlös von mehr als 20.000 Euro. 80 Prozent davon gehen an Elisa, je zehn Prozent an den Sozialfonds des BKH Reutte und den Gemeindesozialfonds.
Darüber hinaus füllte sich auch das Spendenkonto für Elisa. Nicht weniger als 18.763 Euro gingen dort bislang ein. Über 5000 Euro davon kommen allein von Schülern aus Häselgehr und Elbigenalp. Sie haben mit eigenen Events schon im Vorfeld des Naturparklaufs Geld gesammelt.
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