Champions League

Über Zagreb ins Achtelfinale: Echte „Schnittpartie“ für die Bullen

Zwei, auf die Salzburg auch heute in Zagreb zählt – Abwehrturm Oumar Solet und der dreifache CL-Torschütze Noah Okafor.
© gepa

Das Maksimir-Stadion ist für Dinamo Zagreb die Höhle der Löwen. Salzburg erwartet dort heute (21 Uhr/live auf Sky und DAZN) beim Gruppen-Rückspiel ein heißer Tanz, der eine Vorentscheidung bringen könnte.

Salzburg – Nach der totalen Rotation beim 3:2-Auswärtssieg in Altach wird Salzburg-Coach Matthias Jaissle heute wieder seine stärkste Elf nominieren. Zumindest von jenen, die fit sind. Denn der schmerzhafte Ausfall von Angreifer Fernando bleibt im bereits dritten Champions-League-Gruppenspiel ebenso bestehen wie das Fehlen von Jungstar Dijon Kameri. Ob Kapitän Andreas Ulmer, der im Hinspiel den Elfer zum 1:0 herausholte, einlaufen kann, werden dessen Adduktoren weisen. Auch Nicolás Capaldo (Knie) oder Sekou Koita (Oberschenkel) scheinen in der Liste der Angeschlagenen auf.

Eines ist fix. Zagreb ist nach der knappen Niederlage im Hinspiel in den eigenen vier Wänden sicher brennheiß. Und die Dinamo-Spieler sind auch ausgerastet, weil das Ligaspiel am Wochenende gegen Istra kurzerhand verschoben wurde. Das untermauert die Bedeutung des internationalen Geschäfts. Und sollte Salzburg auch im heutigen Rückspiel ein Sieg in Kroatien gelingen, würde das Tor zum Überwintern im internationalen Geschäft (Platz drei bedeutet Europa League) sehr weit offen stehen.

⚽ Champions League, 4. Runde

🟢 Dienstag:

  • Gruppe E: 21:00 Uhr: Dinamo Zagreb - Red Bull Salzburg, 21:00 Uhr: AC Milan - Chelsea
  • Gruppe F: 21:00 Uhr: Celtic Glasgow - RB Leipzig, 21:00 Uhr: Schachtar Donezk - Real Madrid
  • Gruppe G: 18:45 Uhr: FC Kopenhagen - Manchester City, 21:00 Uhr: Borussia Dortmund - FC Sevilla
  • Gruppe H: 18:45 Uhr: Maccabi Haifa - Juventus Turin, 21:00 Uhr: Paris St. Germain - Benfica Lissabon

🟢 Mittwoch:

  • Gruppe A: 18:45 Uhr: SSC Napoli - Ajax Amsterdam, 21:00 Uhr: Glasgow Rangers - Liverpool
  • Gruppe B: 18:45 Uhr: Atletico Madrid - Club Brügge, 21:00 Uhr: Bayer Leverkusen - FC Porto
  • Gruppe C: 21:00 Uhr: FC Barcelona - Inter Mailand, 21:00 Uhr: Viktoria Pilsen - Bayern München
  • Gruppe D: 21:00 Uhr: Sporting Lissabon - Olympique Marseille, 21:00 Uhr: Tottenham Hotspur - Eintracht Frankfurt

📺 Alle Spiele werden live auf Sky übertragen.

„Dinamo wird zuhause mit den Fans im Rücken richtig Gas geben. Da müssen wir von der ersten Sekunde an hellwach sein. Wenn wir nur auf 99 statt 100 Prozent kommen, wird es schwer. Es wird sicher noch ekliger als im Hinspiel“, weiß Salzburg-Coach Matthias Jaissle, dass ein Tanz auf dem kroatischen Dinamo-Vulkan wartet. In der vierten Saison in der europäischen Königsklasse ist die Brust bei den Mozartstädtern aber auch längst breit genug, um neben dem Blick auf den Gegner in erster Linie der eigenen Spiel-Philosophie zu folgen: „Es wird wichtig sein, dass wir uns trauen, trotzdem unsere Art von Fußball zu spielen“, untermauert Jaissle, dass zuweilen auch Angriff und hohes Pressing die beste Verteidigung sind.

„Wir haben es in dem engen ersten Spiel gut gelöst und auch sehr clever gespielt. Jetzt liegt der ganze Druck bei Dinamo, sie benötigen einen Heimsieg, um in der Gruppe noch um den Aufstieg mitreden zu können“, fügt Salzburgs kroatischer Mittelfeldstratege Luca Sucic (20) an, dass den Bullen in Sachen direkter Duelle bei einer etwaigen Punktegleichheit in der Endabrechnung heute auch ein Remis reichen könnte.

Bei den Gastgebern weiß der Ex-Rapidler Robert Ljubicic als Außenbahnspieler, dass man mit kalkuliertem Risiko auf den Heimsieg spielen müsse. Salzburgs Klasse in den Umschaltmomenten reicht mittlerweile ja weit über die Landesgrenzen hinaus. Chelsea ging zum Auftakt der Gruppenphase in Zagreb aber mit 0:1 baden, das ausverkaufte Maksimir-Stadion ist eine Festung, die auch gegen hochklassige Gegner hält. Von den letzten 19 Europacup-Partien wurden gerade einmal zwei verloren. Es wird eine echte „Schnittpartie“. (lex)

💪 Milan sinnt auf Revanche

Nach dem 2:0-Ligasieg über Juventus hat der AC Milan in der Salzburg-Gruppe heute wieder den FC Chelsea vor der Brust. „Wir werden beweisen, dass das 0:3 eine Ausnahme war“, sinnt Milan-Coach Stefano Pioli in der Gazzetta dello Sport heute auf die erforderliche Revanche. Zumindest Verlieren scheint verboten.

Real Madrid wird heute nach drei Siegen beim Rückspiel in Donezk nicht „All in“ gehen. Schließlich sind die Madrilenen fast schon durch und es wartet am Sonntag in La Liga zuhause der „El Clásico“ gegen den punktegleichen FC Barcelona, der am späten Sonntagabend nach einem 1:0-Sieg über Celta die Tabellenführung zurückerobert hat. Im Gegensatz zu Real – Leipzig hofft in Donezk dennoch auf Schützenhilfe – muss Barça morgen gegen Inter in der europäischen Königsklasse liefern. (lex)

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