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Nobelpreisträger Anton Zeilinger im Interview: „Es wird zu viel herumgeschult“

Nobelpreisträger Anton Zeilinger – sein Volksschullehrer sagte einst über ihn: „Aus dem wird nichts.“
© APA/AFP/JOE KLAMAR

Die Förderung junger Talente ist Physik-Nobelpreisträger Anton Zeilinger ein großes Anliegen. Er kritisiert, dass sich Hochbegabte in Österreich zu lange mit für sie Banalem herumschlagen müssen.

Wie gelingt es Ihnen, unersättlich nach Erkenntnis zu bleiben?

Anton Zeilinger: Das Wichtige in der Wissenschaft ist Begeisterung, Begeisterung, Begeisterung. Und immer das machen, was du gerne machst, was dich interessiert. Wenn dann andere kommen und meinen, das ist ja Blödsinn, du vertust deine Zeit: trotzdem machen!

Was raten Sie den Jungen, die mürbe werden, weil ihr x-ter Forschungsantrag abgelehnt wurde?

Zeilinger: Wenn der Forschungsantrag zu spekulativ formuliert ist, dann sind die Gutachter oft nicht mutig genug, Ja zu sagen. Deshalb sollte man zuerst einmal den Antrag so schreiben, dass er akzeptiert wird. Und wenn das Geld dann da ist, dann setz dich hin und überlege, was du machen willst! Es gibt hoffentlich keine einzige Institution der Forschungsförderung, die sich nach drei Jahren beschwert, wenn man etwas Spannenderes macht, als man beantragt hat.

Wie erkennen Sie Exzellenz bei jungen Forschern?

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