Europacup

Österreichs „Eurofighter“ Sturm und Austria können nur überraschen

Auch David Affengruber (Mitte) überzeugte im Hinspiel gegen die Lazio-Stars Ciro Immobile (l.) und Pedro Rodriguez. Heute hat der Abwehrspieler mit Sturm Graz die nächste Überraschung anvisiert.
© APA/Scheriau

Es geht gegen große Namen: In der Europa League gastiert Sturm bei Lazio Rom, in der Conference League empfängt die Austria Villarreal.

Rom, Wien – Das Selbstvertrauen passt bei Sturm Graz. So viel ist sicher. Das liegt zum einen am respektablen Heim-0:0 gegen Lazio und zum anderen an genau einer Niederlage in den vergangenen zehn Pflichtspielen. Und so stiegen die Steirer gestern mit breiter Brust in den Flieger Richtung ewige Stadt.

Eine Vorentscheidung in der umkämpften Europa-League-Gruppe F ist angesichts der kollektiven Punktegleichheit auch nach dem zweiten Duell mit Lazio heute (21 Uhr, live ServusTV, Sky) nicht zu erwarten. Eine weitere Überraschung würde die Grazer Chancen aber drastisch erhöhen.

„Rom ist eine superschöne Stadt, eine der schönsten der Welt“, meinte Sturm-Trainer Christian Ilzer. „Aber wir fliegen nicht runter, um die Schönheit von Rom zu genießen, sondern wir haben einen Job zu erledigen. Und der wird richtig schwer.“

Mit den Rückkehrern Emanuel Emegha, Jakob Jantscher und Otar Kiteishvili kann Ilzer an verschiedenen Offensiv-Varianten tüfteln. Etwa 1500 Sturm-Fans haben sich angekündigt. Einige davon werden sich noch lebhaft an die letzte Pilgerfahrt nach Rom erinnern: Vor fast genau 20 Jahren sorgte Sturm durch einen Treffer von Imre Szabics für ein 1:0 bei Lazio und damit den ersten Europacup-Sieg eines österreichischen Clubs in Italien.

Die Wiener Austria will indes den Schwung des Derbysieges auch in die Conference League mitnehmen. Gegen den letztjährigen Champions-League-Halbfinalisten Villarreal hängen die Trauben heute (18.45 Uhr, live ORF 1) freilich ähnlich hoch wie bei der 0:5-Niederlage in der Vorwoche. Wollen die „Veilchen“ ihre Chancen auf einen Verbleib im Wettbewerb intakt halten, muss gepunktet werden – und das wohl ohne Kapitän Lukas Mühl. Ausreden wegen der vielen Spiele soll es dabei aber keine geben: „Wir sehen das nicht als Doppelbelastung, sondern als Doppelbelohnung, dass wir alle drei Tage spielen“, betonte Trainer Manfred Schmid. (t.w., APA)

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