Schmid-Geständnis erschüttert die Republik und belastet die Koalition
Thomas Schmid war lange Zeit ein Weggefährte von Ex-Kanzler Sebastian Kurz. Jetzt packt der frühere ÖBAG-Chef und Generalsekretär im Finanzministerium aus. Das sorgt für Turbulenzen innerhalb der Regierung. Kurz will mit einer Tonbandaufzeichnung Schmids Aussagen widerlegen.
Von Michael Sprenger
Wien – Der Titel ist im Juristendeutsch sachlich unspektakulär gehalten: Beschuldigtenvernehmung. Doch was man da auf knapp 500 Seiten zu lesen bekommt, lässt einen erschaudern. Da will sich einer erleichtern, einen „Schlussstrich“ ziehen, ein „reumütiges“ Geständnis abgeben, weil er weiß, dass da „Dinge gemacht“ wurden, „die nicht in Ordnung waren“. Er will auch nicht das „Bauernopfer“ sein, er fühlt sich benutzt. Die Rede ist von Thomas Schmid. Der frühere Weggefährte von Ex-Kanzler Sebastian Kurz meldet sich im Frühjahr aus freien Stücken bei der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft.
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