Malerischer Nullpunkt mit offenem Ende: Ulrich Wulff in der Galerie Kugler
Innsbruck – Der deutsche Maler Ulrich Wulff kann sich zu jener Handvoll Glücklichen zählen, die vom Innsbrucker Galeristen Bernd Kugler sozusagen „adoptiert“ worden sind. Um auf diese Weise immer wieder in den Genuss von Personalen zu kommen, im Fall von Wulff derzeit bereits zum achten Mal. Was dem an seiner Kunst interessierten Publikum die Möglichkeit bietet, sozusagen hautnah mit dabei zu sein, während sich seine Malerei wandelt.
Ein kontinuierlicher Prozess, der beim 47-Jährigen besonders augenfällig ausfällt. Konsequent weg von der Expression seiner frühen Jahre über die Auseinandersetzung mit dem mehr oder weniger realen Figuralen hin zu einer Eroberung der Bildfläche allein durch klare Formen und pure Farben. So ist der Clown, der in unterschiedlichster Stilisierung fast schon zu so etwas wie dem Markenzeichen Wulffs geworden ist, komplett aus den neuen Bildern verbannt, obwohl sich ein solcher in jedem von ihnen verstecke, so der Künstler.
Und das, obwohl diese Bilder nun nicht mehr in vielen Schichten auf kleinen, sondern lasierend dünn auf möglichst großen Formaten ausgebreitet sind. Zelebriert als Nullpunkt mit offenem Ende, wie der Künstler sagt. Man darf gespannt sein. (schlo)
Ausstellung
Galerie Bernd Kugler. Burggraben 6, Innsbruck; bis 4. November, Di–Fr 13–18 Uhr