Konkurse in Österreich stiegen heuer um 51 Prozent
Besonders stark betroffen von Konkursen war der Handel.
Wien – Von Januar bis September 2022 gingen in Österreich insgesamt 1692 protokollierte Unternehmen in ein Konkursverfahren. Gegenüber dem Vorjahreswert entspricht das einem Anstieg um 51 %. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie von Dun & Bradstreet, die die Anzahl der Insolvenzen und Neugründungen in der DACH-Region (Deutschland, Österreich, Schweiz)untersucht hat.
Besonders stark betroffen von Konkursen in Österreich war der Handel. Hier nahmen die Fälle von 189 auf 377 zu. Dies entspricht einem Zuwachs von 99 %. In der Baubranche stiegen die Konkurse um 30 %, während bei den Diensten (246 Fälle) und dem Gastgewerbe (175 Fälle) der Zuwachs jeweils 62 % betrug.
Während die Konkurse stark zulegten, nahmen die Neugründungen ab. In den ersten drei Quartalen des Jahres 2022 wurden in Österreich 17.306 Unternehmen neu ins Firmenbuch eingetragen. Somit reduzierte sich die Zahl der Neugründungen um 5 %. Dieser Trend ist auch in Deutschland und der Schweiz zu beobachten, wobei die Zahl der Insolvenzen in beiden Ländern nicht so stark angestiegen ist wie in Österreich. (TT)