Zahl hat sich vervierfacht

Früher undenkbar, heute Alltag: Immer mehr Kündigungen bei der Polizei

Auch die zahlreichen, teils spontan organisierten Demos gingen an die Substanz vieler Polizisten. Die Abgänge werden mehr.
© Falk

Was früher fast undenkbar war, ist mittlerweile Alltag: Immer mehr Polizisten quittieren den Dienst. Seit 2017 hat sich die Anzahl der Kündigungen vervierfacht.

Von Thomas Hörmann

Innsbruck – „Mitarbeiter gesucht“: Schilder mit diesem oder ähnlichen Appellen sind derzeit in Tirol häufig zu sehen. Aber nicht nur Gastro, Handel etc. suchen händeringend nach Arbeitskräften. Auch für die Tiroler Polizei wird es immer schwieriger, Soll und Haben bei der Anzahl der Beamten in der Waage zu halten. So bleiben vermehrt Schulbänke im Polizei-Ausbildungszentrum Wiesenhof in Absam verwaist, weil der Nachwuchs fehlt. Umso mehr schmerzt, dass gleichzeitig immer öfter erfahrene Beamte ihre Uniform an den Nagel hängen. „Dass ein gestandener Polizist mitten im Berufsleben freiwillig aus dem Dienst scheidet, war noch vor einigen Jahren fast undenkbar“, erzählt ein Beamter: „Mittlerweile kommt das recht häufig vor.“