Lienzer Sportpass wird teurer: Freizeitspaß wird zum Kostenfaktor
Die Stadt Lienz und die Lienzer Bergbahnen erhöhten den Preis für den Sportpass deutlich. Der Kartenverkauf läuft dennoch gut.
Von Christoph Blassnig
Lienz – Beim Preisniveau für das Freizeitvergnügen stöhnten inzwischen schon die Familien des Mittelstandes, dazu herrschte in der Oktober-Gemeinderatssitzung in Lienz über alle Fraktionsgrenzen hinweg Einigkeit. Der Sportpass ist mit November deutlich teurer geworden.
In mehr als drei Jahrzehnten entwickelte sich diese Karte zur Institution. Ab dem Ausstellungstag ist sie ein Jahr lang gültig und berechtigt zur Nutzung sämtlicher Sport- und Freizeitanlagen der Stadt Lienz sowie aller Aufstiegshilfen der Lienzer Bergbahnen. Die Stadt betreibt das Frei- sowie das Hallenbad, das Strandbad Tristacher See, das Museum der Stadt Lienz und den Kunsteislaufplatz. Die jährlichen Preiserhöhungen für den Sportpass fielen bisher eher maßvoll aus. Nun haben die Verantwortlichen die Schraube deutlich angezogen. Der Kaufpreis für einen Erwachsenen beträgt nicht mehr 498 Euro, sondern 538. Eine Kinderkarte kostet 257 Euro, wobei die Stadt dazu 100 Euro Förderung gewährt. Dabei erhält die Gemeindekasse aus dem Kartenverkaufspreis für den Sportpass anteilig nur 81 Euro. „Das ist es uns einfach wert“, sagt der Lienzer Vizebürgermeister Siefried Schatz, Obmann des Sportausschusses. Noch könne man sich diese Ausgaben leisten. Angesichts der anstehenden Budgeterstellung und zu erwartender Kostensteigerungen für Personal und Betriebsmittel wagt Schatz jedoch keine Prognosen.
Auch Mario Tölderer, Geschäftsführer der Lienzer Bergbahnen, berichtet von immensen Kostensteigerungen. Betriebsmittel, Ersatzteile und Treibstoffe kosten ein Mehrfaches im Vergleich zu den Vorjahren und können kaum eingespart werden. Die Tiroler Seilbahnen erwarten harte Strompreis-Verhandlungen mit der Tiwag Mitte nächsten Jahres. „Der Kartenvorverkauf läuft trotz der notwendigen Preiserhöhungen wirklich gut. Auch der Sportpass wird sehr gut angenommen“, sagt Tölderer, räumt aber ein: „Wenn alle Familienmitglieder Karten kaufen, geht das durchaus ins Geld.“