Gefahr für die Demokratie?

Elon Musk und der „befreite“ Vogel: Wie aus Redefreiheit Hassrede wird

Elon Musk.
© APA/AFP/POOL/PATRICK PLEUL

Der reichste Mann der Welt hat Twitter gekauft und macht sich dort die Welt, widdewidde wie sie ihm gefällt. Seither haben sich die Grenzen des Sagbaren verschoben. Das könnte demokratiepolitisch gefährlich werden, befürchten Experten.

Von Anna Schafferer

San Francisco, Innsbruck – Er habe „den Vogel befreit“, verkündete Elon Musk nach der Übernahme von Twitter – und macht seither unmissverständlich klar, dass mit ihm an der Spitze der Kommunikationsplattform ein anderer Wind wehen wird. Kaum hatte Musk nämlich den Fuß in der Tür, schloss sich selbige für andere für immer. Der reichste Mann der Welt löste blitzschnell das Direktorium auf, feuerte Twitter-Chef Parag Agrawal, Finanzchef Ned Segal und Chef-Justiziarin Vijaya Gadde – und machte sich damit selbst zum Alleinherrscher der Plattform. Dabei würde man meinen, Musk hätte auch ohne Twitter Arbeit genug. Leitet er schließlich den Elektroautobauer Tesla, die Weltraumfirma SpaceX, das Gehirnchip-Start-up Neuralink und den Tunnelbauer Boring Company. Warum nun also auch noch Twitter – und was hat er damit vor?