Streit um Asyl-Quartiere in Tirol: 30 Flüchtlinge von Absam nach Kufstein
Das Innenministerium düpierte das Land Tirol. LH-Stellvertreter Georg Dornauer fordert ein klares Signal der EU. Er lädt Vertreter der Gemeinden, der NGOs, der Kirche und Exekutive zu rundem Tisch.
Innsbruck – Rund 600 MigrantInnen suchen derzeit täglich um Asyl in Österreich an, ein Teil davon verlässt aber wenige Tage später wieder das Land. Für 5200 zum Asylverfahren zugelassene Personen werden jedoch seit Tagen dringend Quartiere in den Bundesländern gesucht. In Tirol hat sich nach der Diskussion um die Zelte in Absam noch nicht viel gebessert.
In dieser angespannten Situation schickte das Innenministerium gestern am späten Nachmittag dann überraschend 30 Asylwerber in einem Bus Richtung Tirol. Sie wurden trotz des sich anbahnenden Wintereinbruchs wieder in Absam in Zelten untergebracht.
Das Innenministerium kommt zwar dem Bescheid der Baubehörde, also des Bürgermeisters, nach und baut die auf einem Polizeigelände errichteten Zelte fürs erste ab, die Flüchtlinge wurden aber trotzdem nach Absam verlegt. Am Freitag wurden sie nach Kufstein gebracht. Zuvor hatte es vom Innenministerium geheißen, dass die Asylwerber im Turnsaal der dortigen Polizeischule untergebracht werden sollen.