„Staner Projekt“ in Stans: Trotz Konkurs lebt die Hoffnung
Stans, Schwaz, Kolsass – Gerüchte über einen Konkurs gab es dieses Jahr immer wieder, von Peter Hauser, Chef der PMW-Immobilien GmbH, wurden sie wiederholt dementiert. Doch Ende Oktober war es dann bittere Realität: Das 70 Millionen Euro schwere Business-Center-Projekt „Staner Projekt“ in Stans steht vor dem Aus.
Laut Kreditschutzverband 1870 und Creditreform wurde über das Vermögen der Aupark Errichtungs GmbH und der PMW-Immobilien GmbH & Co KG mit 27. Oktober am Landesgericht Innsbruck das Konkursverfahren eröffnet. Die PMW-Immobilien GmbH ist Bauherrin, die Aupark Errichtungs GmbH operative Projektgesellschaft zur Errichtung des Projekts Staner Aupark. Ca. 50 Gläubiger sind betroffen, die Verbindlichkeiten belaufen sich auf insgesamt ca. 5 Mio. Euro.
Laut Bauherr Peter Hauser scheiterte das Projekt durch den Absprung eines Tiroler Investors vor rund drei Wochen. „Er traute sich nicht mehr“, sagt Hauser. Daraufhin habe Hauser die Reißleine gezogen und Konkurs angemeldet. Finanzierungssorgen begleiteten das Großprojekt schon länger: „Ende 2021 hat uns die Bank im Stich gelassen, daher kam es im Jänner zum Baustillstand“, sagt Hauser. Dann habe der deutsche Investor nicht wie vertraglich vereinbart gezahlt und einen Rückzieher gemacht, was einen Rechtsstreit zur Folge hatte. Eine neue Bank genehmigte die Finanzierung unter der Auflage, dass ein neuer Investor gefunden werde. „Alle Verträge mit dem Tiroler waren vorbereitet, mit der Bank war alles geklärt“, zeigt sich Hauser betroffen. Er hofft, dass sich ein neuer Bauherr findet. „Er bekommt ein komplett genehmigtes Projekt und kann sofort loslegen. 50 Prozent der 21.000 m² Nutzfläche sind bereits verkauft oder vermietet.“ (ad)