Wasserball

Der Weg ist das größte Ziel: Zwei Pleiten für WBC Tirol zum AWL-Start

Für Patrick Gasparik und seine WBC-Kollegen verlief der internationale Auftakt durchwachsen.
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Nach den Niederlagen gegen Graz und Triest muss der WBC Tirol in der Alpe Waterpolo League vorerst kleinere Brötchen backen.

Von Daniel Lenninger

Innsbruck – Ein Wasserball-Wochenende ohne Punktgewinn? Der erfolgsverwöhnte WBC Tirol wurde zuletzt – um im Bild zu bleiben – ins kalte Wasser geworfen. Denn zum Auftakt der nach 15 Jahren zurückgekehrten Alpe Waterpolo League (AWL) setzte es zwei Niederlagen. Gegen Graz (12:17) und Triest (9:11) ging die Truppe von Spielertrainer Zoltan Adam leer aus.

Im Nachgang haderte WBC-Obmann Richard Kössler nicht nur mit den Leistungen. „Wir hatten kein Glück mit der Auslosung“, spielte Kössler darauf an, dass man – anders als die Konkurrenten – beide Spiele an einem Tag absolvieren musste. Was mangels Spielrhythmus vor allem zu Saisonbeginn an den Kräften zehrte.

Philipp Perisutti.
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„In der nächsten Sammelrunde (Ende November in Laibach, Anm.) möchten wir wieder ein anderes Bild abgeben“, gelobte Kössler Besserung. Die neue Liga mit insgesamt zehn Mannschaften aus Slowenien, Kroatien, Italien und Österreich fühle sich als „Schritt in die richtige Richtung“ an. Über die „neuen Gegner, mit denen wir uns absolut messen können“, freute sich auch Coach Adam.

In puncto Ambitionen musste der amtierende österreichische Meister aber kleinere Brötchen backen. Der Einzug in die Final Four sei „kein Muss“, wie Kössler Druck von den Schultern seiner Schützlinge nahm. In erster Linie bleibt – angesichts einer nachhaltigen Herangehensweise – der Weg das Ziel. „Wir wollen unsere eigenen Spieler einbauen und entwickeln. Mir bringt es nichts, wenn ich jedes Jahr auswärtige Spieler hole und mir die U19-Talente wegbrechen, weil sie keine Perspektive sehen.“

Die heimische Bundesliga soll übrigens dennoch stattfinden. Die Ergebnisse der AWL-Duelle gegen Graz und Wien haben darauf keinen Einfluss, weil Salzburg der AWL fernbleibt. Wann der nationale Startschuss fällt, wurde noch nicht offiziell verlautbart. Auch hinsichtlich der Gestaltung einer Damen-Bundesliga rauchen noch die Köpfe.

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