Geschäftsführer dementiert Schließungen von Kika/Leiner-Filialen
Wien, St. Pölten – Nach einem Bericht, wonach sich der Signa-Konzern des Tiroler Immo-Investors René Benko von einigen Kika/Leiner-Standorten trennen will, hat Geschäftsführer Reinhold Gütebier am Sonntag die Schließung von Standorten ausgeschlossen. Die Tageszeitung Der Standard hatte Gütebier zuvor mit den Worten zitiert: „Einige wenige Häuser eignen sich aufgrund der Gegebenheiten nicht mehr, um unseren Ansprüchen an ein modernes Möbelhaus gerecht zu werden.“
„Alle Einrichtungshäuser bleiben erhalten“, teilte Gütebier am Sonntag mit. Es werde in IT und Online investiert. Auch bei den Küchenstudios namens Eskole werde weiter expandiert und nichts geschlossen. „Die aktuelle Situation ist natürlich herausfordernd, aber wir setzen alles daran, das Unternehmen weiterhin auf stabile Beine zu stellen“, so Geschäftsführer Gütebier. „Die in manchen Medien kolportierte Schließung einiger Einrichtungshäuser oder etwa des Eskole-Studios in Linz weise ich aufs Schärfste zurück, alle Häuser bleiben geöffnet“, so Gütebier. Man suche auch qualifizierte Mitarbeiter. Zuvor hatte es geheißen, dass vier bis 15 der 42 Standorte von Kika/Leiner zum Verkauf stünden. In der Bilanz vom 30.9.2021 weist die Leiner & Kika Möbelhandels GmbH 3750 Mitarbeiter und 740 Millionen Euro Umsatz aus. In ihren Büchern steht ein Bilanzverlust in Höhe von knapp 84 Millionen Euro. Man sei nicht weit von einer schwarzen Null entfernt gewesen, sagt Gütebier. Man habe sich in den vergangenen Jahren – Benko ist seit rund vier Jahren Eigentümer – „dramatisch verbessert“.
Seit Beginn des Ukrainekrieges stehe jedoch der gesamte Möbelhandel in Europa vor großen Herausforderungen, so Gütebier. Der Online-Umsatz konnte nicht zuletzt durch die neuen Online-Filialen sowie Corona-bedingte Lockdowns deutlich gesteigert werden – auch das sei ein wichtiger Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg der letzten Jahre. (APA, TT)
Vier bis 15 Standorte