FP nimmt Zumtobel in Pflicht und verteidigt Ausschuss
Innsbruck – Hart ins Gericht geht FP-Verkehrssprecherin Evelyn Achhorner mit Neo-Verkehrslandesrat René Zumtobel (SP). Dieser hatte, wie berichtet, im „Tirol Live“-Interview unter anderem eine Korridormaut für Transit-Lkw auf der Strecke München–Verona eingefordert. Zusammen mit einem Slot-System und den bestehenden Fahrverboten will Zumtobel so den Transit durch Tirol eindämmen.
„Neue Besen kehren anscheinend besser und haben neue Ideen. Noch habe ich keine neuen Vorschläge gehört“, antwortet jetzt Achhorner auf Zumtobels verkehrspolitische Antritts-Ansagen. Dass Zumtobel zudem von den ÖBB zum Land stoße, sieht die FP-Landtagsabgeordnete als zusätzliche Verpflichtung des SP-Landesrates: „Die ÖBB wären schon seit Jahren Teil der Lösung gewesen.“ Denn Achhorner erinnert daran, dass die Lkw durch das Euroklassenfahrverbot „zwar sauberer, aber nicht weniger“ geworden seien. Und auch die Rollende Landstraße diene derzeit lediglich als „Behübschung der Verlagerungszahlen“. Schließlich sei sie nur dann ausgelastet, „wenn scharf kontrolliert wird“.
Indes verteidigt FP-Landesobmann Markus Abwerzger gegenüber Liste-Fritz-Klubobmann Markus Sint die geplante Gründung des landtäglichen Unterausschusses zu den Beteiligungen. Wie berichtet, hatte Sint behauptet, die schwarz-rote Koalition wolle damit nur Abwerzger als Oppositionspolitiker „ruhigstellen“. Abwerzger soll den Vorsitz einnehmen. „Mich stellt niemand ruhig. Sint soll akzeptieren, dass der Wahlkampf zu Ende ist“, so der FP-Chef. Der Beteiligungsausschuss sei ein vollwertiger, sagt er. (mami)