Zirl will Tempo 30 auf zentraler Verkehrsachse ausweiten
Zirl – Die Ausweitung von Tempo-30-Zonen ist nicht nur in Innsbruck ein heißes Thema, sondern vielerorts – so auch in Zirl: In seiner Sitzung am Donnerstagabend hat der Gemeinderat mit 13:6 Stimmen beschlossen, bei der BH Innsbruck um eine räumliche Verlängerung der bestehenden 30er-Beschränkung in der Bahnhofstraße, einer der Zirler Hauptverkehrsadern, anzusuchen – in Verbindung mit einem neuen Mehrzweckstreifen für Radfahrer. Grundsätzlich, so BM Thomas Öfner (Für Zirl), sei das Ziel, den 30er, der aktuell auf Höhe des ehemaligen Gasthofs Hirschen endet (und in einen 50er übergeht), Richtung Südwesten über den Inn und bis zum Zirler Orts(ende)schild zu ziehen. Nun sucht die Gemeinde aber erst einmal um eine Verlängerung bis vor der Innbrücke an – „denn laut Sachverständigem ist der 30er derzeit nur bis dahin mit einem Gutachten zu belegen“, wie Öfner erklärt.
Zugleich soll eben ein Mehrzweckstreifen für Radfahrer kommen, um den Alltagsradverkehr attraktiver zu machen und zugleich eine Voraussetzung dafür zu schaffen, dass die 30er-Regelung überhaupt verordnet werden kann. Im Gemeinderat sei man mehrheitlich der Auffassung, dass man nun diesen ersten Schritt setzen, sich zugleich aber weiter um eine Verlängerung auch nach der Innbrücke bemühen wolle, betont Öfner. Schließlich gebe es gerade dort mit der Innradweg-Querung sowie den Ein- und Ausfahrten zweier Supermärkte eine besonders sensible Situation.
Gegenüber dem Rad-Mehrzweckstreifen gebe es vor allem „Bedenken von Landwirten, ob sie dann mit schweren Geräten noch aneinander vorbeikommen“, ergänzt Öfner. Doch in der Meilstraße, einer weiteren Hauptachse durch Zirl, habe sich bereits erwiesen, dass der Gesamtverkehr durch die Mehrzweckstreifen „in Wahrheit gar nicht behindert“ werde. Zugleich erhalte er bis heute zahlreiche positive Rückmeldungen von Radfahrern. (md)