Resilienz trainieren

So stärkt man die Widerstandskraft: „Es wird auch wieder aufwärtsgehen“

Resilienz kann erlernt und trainiert werden. Bei anhaltenden schlechten Gefühlen sollte man zum Arzt.
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Pandemie, Krieg, Teuerung, Energiekrise – und der ganz normale Herbstblues. Die Zeiten waren schon besser. Gänzlich ausgeliefert ist man der Situation aber nicht, denn Widerstandskraft kann man lernen.

Von Anna Schafferer

Es ist noch dunkel, wenn der erste Wecker klingelt, und wieder dunkel, wenn der Feierabend beginnt. Nur wenige hundert Kilometer entfernt herrscht Krieg, die Folgen davon sind auch hier zu spüren. Alles wird teurer: wohnen, essen, heizen. Und niemand weiß so recht, wie der Winter wird. All das wiegt schwer.

Im Portemonnaie. Und auf der Seele. Das belegen zahlreiche Studien – etwa eine der Medizinischen Uni Innsbruck, die zeigt, dass 15 Prozent der Allgemeinbevölkerung in Tirol „sich konstant psychisch belastet fühlen“. Wie also umgehen mit dem Normalzustand Krise?

Resilienz lautet das Zauberwort, das spätestens seit der Pandemie in Mode kam. „Ursprünglich kommt die Resilienz aus der Physik“, sagt Alex Hofer, Klinikdirektor der Psychiatrie I in Innsbruck, „und beschreibt die Fähigkeit eines Körpers, der zusammengedrückt wird, wieder in seine ursprüngliche Form zurückzukehren. Also: sich anzupassen.“ Das heißt, der Mensch könne lernen, mit neuen Bedingungen – auch andauernden Krisen – umzugehen, sie besser auszuhalten; und diese Fähigkeit auch trainieren.

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