Wirbel im Gemeinderat: Wenig Freude mit Containerdorf in Kufstein
Kufstein – Das Containerdorf für 150 Flüchtlinge an der Kufsteiner Münchner Straße hat im Vorfeld der gestrigen Gemeinderatssitzung für einigen Wirbel gesorgt. So gab es am Mittwochabend bei der Sitzung des Gemeinderates gleich mehrere Anträge dazu. Gemeinderat Christofer Ranzmaier (FPÖ) und Stadtrat Lukas Blunder (Parteilos, vormals MFG) forderten in zwei eigenen dringenden Anträgen ein „Nein zum Containerdorf“. Blunder stützte sich auf eine entsprechende Petition, die noch läuft und derzeit knapp 1000 Unterstützer hat. Beide argumentierten mit einer möglichen gefährdeten Sicherheit der Kufsteiner. Für Ranzmaier ging es darum, „denen im Bund einmal auszurichten, was sie für ein Chaos anrichten“. Aber er räumte auch ein, „dass wir rechtlich nichts tun können außer protestieren“. Die Grünen beantragten, dass man in Rahmen der Möglichkeiten Flüchtlinge aufnehmen soll. Sie sprachen sich „gegen rechte Hetze“ aus. Zugleich forderten sie von der Landesregierung eine gerechte Aufteilung der Flüchtlinge.
Die Dringlichkeit wurde bei beiden Anträgen mehrheitlich vom Gemeinderat abgelehnt. Sie werden in den Ausschüssen behandelt.
Bürgermeister Martin Krumschnabel (Parteifreie) berichtete, dass ihm LHStv. Georg Dornauer zugesagt habe, dass nur 150 Personen kommen, LR Astrid Mair habe zudem bei einem Gespräch ein Sicherheitskonzept angekündigt. Außerdem sei ihm lieber, dass die Leute zentral betreut werden. GR Thimo Fiesel (Grüne) warf „FPÖ und Ex-MFG“ vor, mit der Angst der Leute zu spielen. (wo)
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