Mayer überzeugt in Lake Louise

Speed-Start für ÖSV-Herren geglückt, Odermatt ist die Nuss zu knacken

Matthias Mayer will in Beaver Creek ganz oben auf dem Podest stehen.
© GEPA pictures/ Mario Buehner

Lake Louise - Das erste Abtasten der Speedfahrer bei den Weltcuprennen in Lake Louise hat keine großen Überraschungen gebracht. Das Duo, das es auch in diesem Winter zu schlagen gilt, heißt Aleksander Aamodt Kilde (Sieger in Abfahrt) und Marco Odermatt (Super-G). Österreichs alpines Skiteam reiste mit zwei Podesträngen durch Matthias Mayer (Super-G-Dritter) und Daniel Hemetsberger (Abfahrtszweiter) zu den Rennen nach Beaver Creek.

Der dreifache Olympiasieger Mayer schrieb auch in der Abfahrt mit dem vierten Rang an, strich also in beiden Disziplinen satte Punkte ein. "Ich nehme mit, dass es ganz gut läuft, ich mein Material gefunden habe und mich auf die nächsten Rennen einstellen kann. Ich kann mit einem sehr guten Gefühl weiterreisen. Aber ich habe was aufzuholen, das ist die Herausforderung für das nächste Wochenende. Aber es ist super, wenn man schon anfangs der Saison ganz vorne mitfahren kann."

Die Analyse habe ergeben, dass er zu ungestüm in der Abfahrt agiert, zu viel gewollt habe. "Das kann in der Abfahrt oft einmal nach hinten losgehen, ich werde versuchen, es locker anzugehen." Odermatt sei in einer unglaublichen Form, fahre in drei Disziplinen vorne mit. Bei Kilde verhalte es sich ähnlich. "Es war abzusehen, dass sie wieder sehr stark drauf sind, das haben sie hier wieder bewiesen. Ich hoffe, dass sie trotzdem einzuholen sind."

Doppelweltmeister Kriechmayr sprach nach dem enttäuschenden elften Rang in der Abfahrt im Super-G nach Platz vier von einem Schritt nach vorne, die Fahrt sei aber zu fehleranfällig gewesen. "Mothl hatte auch keine fehlerfreie Fahrt, ich glaube, wir haben beide riskiert." Es sei absehbar gewesen, dass "die Herrschaften" Kilde und Odermatt vorne mitmischen. In Hinblick auf Beaver Creek wolle er seine Hausaufgaben machen. Um Odermatt zu biegen, müsse er noch ein paar Schäuferl drauflegen, meinte er angesichts einem Rückstand von 0,86 Sekunden.

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"Beißer" Hemetsberger bestätigte in erster Abfahrt im Vorjahr gesetzten Trend

"Er macht vieles richtig, er ist ein herausragender Techniker. Er dominiert den Riesentorlaufsport. Er hat ein unglaubliches Gefühl und macht auch keine Fehler. Es ist eine Kombination aus so vielen Komponenten, die er gerade aktuell so perfekt beherrscht. Da kann ich nur den Hut ziehen." Aktuell sei Odermatt was den Gesamtweltcup betreffe außer Konkurrenz. "Das kommt nicht von ungefähr, er ist ein harter Arbeiter. Aber es kann auch schnell gehen, es kommen immer wieder junge Talente rauf, auch aus Österreich."

Auch Mayer erkannte freilich, dass bei Odermatt zur Zeit "einiges zusammenlaufe", da könne man derweil nur einmal zuschauen und trotzdem sein Bestes probieren.

Das tat auch Hemetsberger, der sich zur dritten Speedkraft im ÖSV-Team hochgearbeitet hat. In der Abfahrt bestätigte er seine starken Ergebnisse der Vorsaison, im Super-G kam er als Siebenter - und das mit Startnummer 48 - zu seinem besten Karriereergebnis in dieser Disziplin. Zuvor war er einmal Zehnter (Saalbach-Hinterglemm 2021) und einmal 16. (Kitzbühel 2021). Im Gesamtweltcup führt Odermatt mit 260 Zählern vor Kilde (180) und Hemetsberger (116). (APA)

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