🌍 Aus für Verbrenner

EU-Parlamentsausschuss stimmt für emissionsfreie Neuwagen ab 2035

Ab 2035 dürfen nur noch Neuwagen verkauft werden, die keine Schadstoffe ausstoßen.
© THOMAS KIENZLE

Der Umweltausschuss im EU-Parlament segnete den Deal zwischen dem Abgeordnetenhaus und den EU-Staaten ab, endgültig entscheidet das ganze Parlament im März. Nachdem bereits eine Einigung erzielt wurde, ist das jedoch Formsache.

Brüssel – Der Umweltausschuss des Europaparlaments hat der EU-Einigung zugestimmt, dass ab 2035 nur noch emissionsfreie Neuwagen in der EU verkauft werden dürfen. Der zuvor von Unterhändlern des Parlaments und der EU-Staaten gefundene Deal wurde mit 47 Ja-Stimmen bei 30 Gegenstimmen und 2 Enthaltungen angenommen, wie der Umweltausschuss am Donnerstag mitteilte. Voraussichtlich im März soll der Kompromiss final vom Parlament verabschiedet werden.

Auch die EU-Staaten müssen noch auf Ministerebene zustimmen, bevor die neuen Regeln in Kraft treten können. Beides gilt aber als Formsache.

FDP und CDU wollen Verbrenner retten

Über den Kompromiss war lange auch in der deutschen Regierung gerungen worden. Viele sehen darin das endgültige Aus für Autos mit Verbrennungsmotor, also Diesel- und Benzinautos. Vertreter von CDU und FDP sehen hingegen noch Chancen, dass es nicht dazu kommt.

Wer jetzt noch auf den Verbrenner setzt, schadet der Industrie, dem Klima und verstößt gegen europäisches Recht.
Michael Bloss (Grüne)

"Wer jetzt noch auf den Verbrenner setzt, schadet der Industrie, dem Klima und verstößt gegen europäisches Recht", sagte der Grünen-Europaabgeordnete Michael Bloss nach der Abstimmung. Das europäische Auto der Zukunft fahre elektrisch. Für die Industrie gebe es nun Klarheit.

Industrie muss umstellen

Die Union ist weiterhin skeptisch: "Für unsere europäischen Hersteller wird die Umstellung eine große Herausforderung sein", teilte der verkehrspolitische Sprecher der CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament, Jens Gieseke, mit. Firmen würden schon bald Entscheidungen über Stellenabbau oder Umstrukturierung ihrer europäischen Produktionsstandorte treffen müssen. (APA, dpa)

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