Gute Bilanz in Kanada

ÖSV-Damen überzeugen in Lake Louise: Erfolgsaussichten im Schnee am See

Zeigte mit starken Trainingszeiten in Lake Louise auf: die Söllerin Christina Ager.
© gepa/Mandl

Die ersten Abfahrtstrainings in Lake Louise waren fest in österreichischen Händen und auch zuletzt waren die ÖSV-Damen in Kanada stets erfolgreich.

Innsbruck – Lake Louise ist ein guter Boden für Österreichs Ski-Damen: Seit dem Jahr 2000 stand an dem Kanada-Wochenende mit zumindest zwei Speed-Rennen jeweils zumindest eine Österreicherin am Podest. Ausgenommen 2016, der einzigen Nullnummer in über 20 Jahren. Seit 2017 gab es bei den zwei Abfahrten und einem Super-G sogar jeweils zwei Podestplätze zu bejubeln. Auf den dritten fehlten einer jeweils Viertplatzierten zudem stets nur Hundertstelsekunden (von 0,01 bis hin zu 0,18 Sek.). „Ich mag die Rennen hier“, schwärmt also nicht nur die Tirolerin Stephanie Venier, die zuletzt 2019 Abfahrtsdritte und Super-G-Vierte wurde. Der größte Coup im aktuellen ÖSV-Kader gelang bislang Nicole Schmidhofer, die 2018 beide Abfahrten gewann.

Dass Österreichs Speed-Damen bei ihrem Weltcup-Auftakt heuer erneut zu den Anwärterinnen auf das Podest zählen, bewiesen sie auch in den ersten beiden Trainings: Zunächst markierte Nina Ortlieb (2019 Abfahrtsvierte) die Bestzeit, tags darauf Mirjam Puchner (im Vorjahr Dritte in der Abfahrt und im Super-G). Die Salzburgerin wirkt ohnehin beflügelt, Olympia-Silber im Super-G heuer stärkte das Selbstvertrauen zusätzlich: „Es dauerte einige Zeit, bis ich die Medaille realisiert habe. Ein Erfolg, der durchaus länger beflügelt.“

Podesterfahrung im aktuellen Team hat etwa auch Tamara Tippler, die in Kanada bei einem zweiten Platz (Super-G 2015) hält, ebenso wie Ramona Siebenhofer (Abfahrts-3. 2015), mehr noch aber Cornelia Hütter (fünf Podestplätze/1 Abfahrtssieg 2017). 2015 gelang ihr das Kunststück, in allen drei Rennen auf das Podium zu fahren, so wie im Vorjahr die Italienerin Sofia Goggia, die sogar mit einem Triple in Lake Louise auftrumpfte.

Österreichs Erfolgsbilanz in Kanada ist also groß und umfasst etwa Namen wie Anna Veith, Elisabeth Görgl, Andrea Fischbacher, Renate Götschl, Alexandra Meissnitzer oder Michaela Dorfmeister. Eine Liste, in die sich auch die Söllerin Christina Ager, zuletzt zweimal Trainingsvierte, bald einreihen könnte.

Ortlieb auch im Abschlusstraining Schnellste

Nina Ortlieb hat im dritten und letzten Training für die beiden Ski-Weltcup-Abfahrten am Freitag und Samstag in Lake Louise eine Wiederholung des Dienstags geliefert. So wie zwei Tage zuvor kam die Vorarlbergerin am Donnerstag mit der schnellsten Zeit ins Ziel, hatte aber auch am selben Tor einen Torfehler. Die beiden Favoritinnen Corinne Suter aus der Schweiz (+0,33 Sek.) und Sofia Goggia aus Italien (+1,16) fuhren auf die Plätze zwei und vier.

"Leider wieder ein Abkürzer, wie im ersten Training, am selben Tor. Ich war davor leider wieder spät dran. Ich habe versucht, da rauszunehmen, aber das Tempo war heute sehr schnell, die Piste sehr hart, ich habe an einer ungünstigen Stelle einen Schlag bekommen und dann geht es mit dieser Geschwindigkeit nicht aus", berichtete Ortlieb. Die 26-Jährige geht dennoch zuversichtlich in die beiden Rennen. "Ich hoffe, dass faire Bedingungen sind, der Wetterbericht schaut gut aus. Top 5 wäre möglich und ein super Comeback."

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