Tiroler Lkw-Fahrverbote

EU-Verkehrskommissarin Valean über Transit: „Forderungen gehen ins Leere“

EU-Verkehrskommissarin Adina Valean.
© JAKOB GRUBER

Innsbruck, Brüssel – Zuerst Italiens Verkehrsminister Matteo Salvini, nun (erneut) EU-Verkehrskommissarin Adina Valean. Wie stol.it gestern meldete, soll Valean Salvini in dessen Kritik an den Tiroler Lkw-Fahrverboten Recht gegeben haben. „Die Situation am Brenner besteht nun schon seit einiger Zeit, und wir haben mehrfach an Wien appelliert, die einseitigen Beschränkungen des freien Waren- und Personenverkehrs zu beenden“, wird Valean auf dem Nachrichtenportal zitiert. Wer sich in einem EU-Verkehrskorridor wie Tirol befinde, müsse diese Beschränkungen beenden, so Valean weiter, die im Brennerbasistunnel die Zukunft sieht.

Valean stellt sich damit neuerlich auf die Seite von Italien und Deutschland. LH Anton Mattle reagierte gestern umso schärfer: „Die Forderungen aus Rom und Brüssel, diese Notwehrmaßnahmen ohne Alternativen aufzuheben und den Transitverkehr bedingungslos durch Tirol durchrauschen zu lassen, gehen ins Leere.“ Was es tatsächlich benötige, sei eine europäische Lösung in Form eines grenzüberschreitenden, intelligenten Verkehrsleitsystems oder die Vergabe von Slots zur Entzerrung der Verkehre: „Die Perspektive des Brennerbasistunnels ist für Tirol zu wenig.“ Die EU und auch Italien seien gefordert, die Verkehrsverlagerung anzugehen. (TT, mami)

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