Erfolgsbilanz für Förderungen

150 Ideen wurden zu handfesten Projekten in der Region Imst

Legten eine stolze Bilanz: Gisela Egger (KEM), GF Markus Mauracher, Obfrau Gitti Flür, BM Stefan Weirather sowie die beiden Regio-Mitarbeiter Sandra Leutner und Reinhold Fischer (v. l.).
© Paschinger

Imst, Roppen – Laut Geschäftsführer Markus Mauracher leitet er einen „One-Stop-Shop“. Will heißen, dass man beim Verein Regio Imst in Roppen mit einem förderungswürdigen Projekt an der richtigen Adresse ist. „Es ist eine wichtige Einrichtung“, bestätigt der Imster Stadtchef Stefan Weirather, „eine wichtige Anlaufstelle.“ Denn in Roppen laufen nicht nur die Fäden für etwaige Leader-Projekte, die von der EU gefördert werden, zusammen, sondern hier geht es auch um Ideen für die Terra Raetica (Bezirke Imst und Landeck, Vinschgau und Engadin) sowie die Klima- und Energiemodellregion (KEM) und das Freiwilligenzentrum Imst. Sogar das regionalwirtschaftliche Programm (RWP)Pitztal wird über Regio Imst koordiniert.

So verwundert es kaum, wenn die Verantwortlichen bei der Präsentation der ablaufenden Förderperiode mit Zahlen nur so jonglieren. Unter dem sperrigen Namen „CLLD LE 14-220“ wurden nicht weniger als 150 Projekte realisiert. 7 Millionen Euro gab es dafür an Fördermitteln und 12,5 Millionen Euro umfasste die gesamte Wertschöpfung. „Zu den Aufgaben des Regionalmanagements zählt es, Projekte zu initiieren und zu koordinieren“, so Regio-Obfrau Gitti Flür. Darüber hinaus stehe man den Projektwerbern „unterstützend und beratend“ zur Seite. Ein Gremium aus 16 Personen wählte in 53 Sitzungen die förderungswürdigen Projekte der ablaufenden Periode aus.

Dazu zählten etwa der Badesee Mieming, „das Inntal summt“, Teile des Steinbockzentrums in St. Leonhard oder auch die nun begonnene Mobilitätsstudie für das Inntal und das Mieminger Plateau. Aber auch drei zukunftsfitte Waldprojekte wurden begleitet sowie Geschäftsideen wie „Kauf im Bezirk“, das Ötztaler Brauhaus in Niederthai oder die Schwarzfischerei Stams. In Imst wurde das Projekt „Leerstandsmanagement und Baukultur“ gestartet, zuletzt auch eine neue Bühne Imst für förderungswürdig befunden.

Das Thema Energie wird hauptsächlich über Gisela Egger und KEM abgedeckt. Bislang recht stiefmütterlich behandelt, sollte ab dem Frühjahr eine Offensive in den Orten gestartet werden. Schwerpunkt: Energie einsparen.

Beim RWP, das 10 Millionen Euro des Landes binnen zehn Jahren ins Pitztal holte, hielt Mauracher eine kleine Halbzeitbilanz. Die sich allerdings sehen lassen kann. 2018 wurde das Projekt gestartet, seitdem ist jedes Jahr eine Million Euro abrufbar. Mittlerweile wurden 4,31 Millionen Euro eingesetzt, dazu kamen 4,23 Millionen andere Fördermittel. So konnten bisher 43,81 Millionen Euro an Investitionen bei insgesamt 159 Förderansuchen lukriert werden. 61 Arbeitsplätze wurden geschaffen.

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