Verhältnis angespannt

Arbeit an Annäherung: US-Regierung schickt hochrangige Delegation nach China

Biden (r.) und Xi gehen aufeinander zu.
© SAUL LOEB

Die USA bemühen sich nach einem Treffen zwischen Joe Biden und Xi Jinping um eine weitere diplomatische Annäherung. Anfang 2023 soll dann Außenminister Antony Blinken nach China reisen – die erste Reise eines Chefdiplomaten in das Land seit vier Jahren.

Washington, Peking – Einen Monat nach dem Treffen von US-Präsident Joe Biden und Chinas Staatschef Xi Jinping soll eine hochrangige US-Delegation bei einem Besuch in Peking die Entspannung zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt voranbringen. Der Ostasien- und Pazifik-Beauftragte Daniel Kritenbrink des Außenministeriums reist zusammen mit der China- und Taiwan-Beauftragten des Nationalen Sicherheitsrates, Laura Rosenberger, von Sonntag bis Mittwoch nach China, Südkorea und Japan.

Dies teilte das US-Außenministerium am Samstag in Washington mit. Kritenbrink solle in China auf dem Treffen von Biden und Xi am 14. November am Rande des G20-Gipfels auf Bali aufbauen, erklärte das State Department. Damals hatte der US-Präsident versichert, er wolle den Wettstreit mit China "verantwortungsvoll managen". Xi versicherte, Peking wolle nicht die USA herausfordern, oder "die existierende internationale Ordnung verändern".

Kritenbrink soll außerdem einen für Anfang kommenden Jahres geplanten China-Besuch von US-Außenminister Antony Blinken vorbereiten. Es ist die erste China-Reise eines US-Chefdiplomaten seit vier Jahren.

Der Verhältnis zwischen den beiden Rivalen USA und China ist angespannt. Zu den Konfliktthemen gehören der Umgang mit Taiwan, Chinas Unterstützung für das über Atomwaffen verfügende Nordkorea sowie US-Restriktionen für Hightech-Importe aus China. (APA, AFP)

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