Energie aus Altspeiseöl

Erster Transatlantikflug mit erneuerbarem Treibstoff startet 2023

Eine Maschine von Virgin Atlantic wird mit dem erneuerbaren Kerosin in Richtung New York fliegen.
© JUSTIN TALLIS

Eine Boeing 787 der Fluggesellschaft Virgin Atlantic wird ab dem Jahr 2023 die Strecke von London nach New York ausschließlich mit nichtfossilem, synthetischem Treibstoff – sogenanntem Sustainable Aviation Fuel (SAF) – zurücklegen.

London – Der weltweit erste ausschließlich mit erneuerbarem Kerosin betriebene Transatlantikflug wird im kommenden Jahr von London-Heathrow zum Flughafen JFK in New York starten. Eine Boeing 787 der Fluggesellschaft Virgin Atlantic werde zu einem noch nicht bekannten Zeitpunkt im Jahr 2023 die Strecke ausschließlich mit nichtfossilem, synthetischem Treibstoff – sogenanntem Sustainable Aviation Fuel (SAF) – zurücklegen, wie die britische Regierung am Freitag erklärte.

SAF kann demnach beispielsweise aus Altspeiseöl hergestellt werden und sorgt für einen etwa 70 Prozent geringeren Kohlendioxidausstoß als herkömmlicher Treibstoff. Wird bei der Herstellung des synthetischen Treibstoffs der Atmosphäre zudem noch CO2 entzogen, wird der Flug unter dem Strich CO2-neutral.

Die britische Regierung werde bis zu einer Million Pfund (rund 1,15 Millionen Euro) investieren, um das Projekt zu unterstützen, hieß es in der Pressemitteilung.

FAS werden nicht nur für die Dekarbonisierung der Luftfahrt entscheidend sein, sondern könnte in Großbritannien einen wichtigen Wirtschaftszweig mit 5200 Arbeitsplätzen bis zum Jahr 2035 schaffen, erklärte das Verkehrsministerium.

Die Luftfahrt sei ein Sektor, dessen Dekarbonisierung besonders schwierig sei, erklärte das Ministerium weiter. Derzeit darf der Treibstoff, denn Fluggesellschaften auf kommerziellen Flügen nutzen, zu maximal 50 Prozent aus SAF bestehen. SAF ist zudem viermal so teuer wie fossiles Kerosin.

Der komplett mit SAF betriebene Flug solle nun das Potenzial für die Dekarbonisierung auf Langstreckenflügen aufzeigen und "uns einen Schritt weiter in Richtung einer kohlenstofffreien Luftfahrtbringen", hieß es weiter. (APA/AFP)

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