Anti-Teuerung

Hilfe für Kultur vom Land? Regierung ändert Antrag der Liste Fritz ab

Markus Sint (Liste Fritz).
© Brunner

Regierungsparteien ÖVP und SPÖ ändern einen dringlichen Antrag der Liste Fritz ab.

Innsbruck – Lockdowns und Zugangsbeschränkungen führten im Kulturbereich zu erheblichen Einkommensverlusten und teils prekären Verhältnissen, speziell bei jenen (privaten) Initiativen, die nicht im Eigentum der öffentlichen Hand stehen und von dieser finanziert werden müssen. Die pandemischen Folgen sind auch nach Auslaufen der Corona-Maßnahmen weiterhin deutlich spürbar; hinzu kommt die massive Teuerungswelle etwa im Bereich Energie.

Vor diesem Hintergrund hat die Liste Fritz im Dezember-Landtag per Dringlichkeitsantrag ein „Anti-Teuerungspaket“ für die Tiroler Kultur gefordert. Ziel sollte es sein, so Liste-Fritz-Klubchef Markus Sint, die vielfältigen Kulturinitiativen „bestmöglich in Bezug auf die massiven Kostensteigerungen zu unterstützen“.

Sints dringlicher Antrag wurde von den Regierungsparteien ÖVP und SPÖ jedoch abgeändert. Nunmehr wurde beschlossen, dass sich die Landesregierung mit dem oppositionell verlangten „Anti-Teuerungspaket“ im Teuerungsrat befassen „und gegebenenfalls zielgerichtete Maßnahmen setzen“ soll. Einen zeitlichen Horizont gibt es hiefür allerdings nicht.

Antrags-Initiator Markus Sint hält diese Abänderung für „eine Verschleppung“ seines Anliegens, die Kultur zu unterstützen. Sint: „Es brennt der Hut, viele Kulturschaffende brauchen jetzt Planungssicherheit.“ Ohne zu wissen, ob finanzielle Hilfe durch das Land erfolgen könne, sei es unmöglich, ein seriöses Budget für 2023 zu planen.

Verwandte Themen