Mit der Handschrift eines Leaders: Haie zementierten Tabellenführung
Mit dem 4:2 gegen Fehervar und dem dritten Saisonsieg über den Vizemeister aus Ungarn zementierten die Innsbrucker Haie die Tabellenführung. Das Märchen nimmt kurz vor Weihnachten kein Ende.
Innsbruck – Am Sonntag hatten sich die müden Haie gegen Laibach beim 4:3-Heimsieg über die Ziellinie gerettet. Deswegen gab auch so mancher Insider vor dem Match am Dienstag gegen Fehervar preis, dass es die Innsbrucker gegen den Vizemeister aus Ungarn einmal erwischen könnte. Das war eine komplette Fehleinschätzung.
Die Hausherren fuhren zu Beginn aggressiv an, wirkten so frisch, als hätte ihnen der berühmte gallische Druide „Miraculix“ einen Zaubertrank serviert. „Nein“, schmunzelte Kondi-Coach Florian Stern an der Bande: „Das ist der konsequente Lohn für unsere harte Arbeit seit Anfang August. Alle ziehen voll mit.“
Brady Shaw, der 14 Partien in Serie angeschrieben hatte und gegen Laibach leer ausgegangen war, beendete seine denkbar kurze Schaffenspause mit dem 1:0 (6.) im ersten Powerplay. Nach perfektem Positionsspiel reichte Tyler Cuma das 2:0 gleich nach. Und weil hinten Simon Bourque gegen drei Stürmer mit einer ganz starken Einlage rettete, stand die Null.
Im Mitteldrittel kam zunächst Fehervar, HCI-Goalie Tom McCollum war aber mehrmals ganz stark am Posten. Lukas Bär (33.) und Adam Helewka (34.) hatten das 3:0 auf der Schaufel und Thomas Mader zog furchtlos in einen Fight mit Legende Andrew Sarauer.
Im Schlussabschnitt spielte den Ungarn am Weg zum 2:2 auch eine zweifelhafte Strafe gegen die Gastgeber in die Karten. Die Haie antworteten aber prompt: Der wiedergenesene Senna Peeters servierte Corey Mackin das 3:2 (56.). So sieht die Handschrift eines Tabellenführers aus. Dem erneut starken Simon Bourque wäre beinahe noch das 4:2 gelungen, das schoss dann eben Mackin ins leere Gehäuse (59.). Ein Lob muss nach dem 19. Sieg (!) auch an die Defensivabteilung um Keeper McCollum gehen.