Verschärfung kommt 2023

Transit: Neue Kernzonen-Regel erzürnt Frächterverband „Anita“

Innsbruck, Rom – Mit Jahreswechsel wird das Land die IG-Luft-Fahrverbote für Lkw im Ziel- und Quellverkehr verschärfen. Wie berichtet, fallen damit die bisherigen Ausnahmen für Fahrten mit Lkw der Schadstoffklasse Euro 5 im Euroklassen- und sektoralen Fahrverbotskatalog. Diese galten, wurde der Lkw in einer definierten „Kernzone“ be- oder entladen.

Beim sektoralen Fahrverbot wäre geplant gewesen, zusätzlich einen Teil der „erweiterten Kernzone“ (Graubünden, Bludenz, Feldkirch und Liechtenstein) auslaufen zu lassen. Dies wird nun aber nicht passieren, wie das Land bestätigt. Vielmehr wird diese Frist bis Ende 2023 nochmals verlängert. Weil es eben für diese Ost-West-Achse nach wie vor keine wirtschaftlich sinnvolle Schienentransport-Alternative gebe. Euro-6-Lkw (Zulassung vor 31. August 2018) dürfen hier weiter fahren.

Dagegen wettert nun Thomas Baumgartner, Präsident des italienischen Frächterverbands „Anita“. Er ortet eine Ungleichbehandlung zu den strengeren Verboten im Nord-Süd-Transitverkehr. Tirol gehe es nur um die „Bevorzugung der Interessen seiner Unternehmen“. (mami)

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