Innsbrucker Häuser in Miniatur

Modellbauer schuf winterliche Innstraße im Kleinformat

Markus Hollaus hat das Modell gebaut, die Wohnheim-Bewohner durften es bemalen.
© Thomas Böhm

Im Wohnheim Tivoli entführt eine Miniaturausgabe der bunten Häuser in Mariahilf in ein winterliches Innsbruck.

Innsbruck – Die Lichter in den Fenstern gehen abwechselnd an und wieder aus. Vor den bunten Häusern scharen sich Menschen um einen Christbaum und auf einem kleinen Eislaufplatz drehen sich Eisläufer zum Tanz.

Die Miniaturausgabe der berühmten Häuserzeile in der Innstraße entführt in ein winterliches Innsbruck aus längst vergangenen Tagen. Wobei „mini“ nicht ganz stimmt. „Das Modell ist etwa drei Meter lang und wiegt circa 100 Kilogramm“, erklärt der Erbauer Markus Hollaus.

Der 59-Jährige arbeitet ehrenamtlich im Wohnheim Tivoli in Innsbruck, wo das Modell derzeit ausgestellt ist. Bereits 2018 hat er das Stück in liebevoller Kleinarbeit hergestellt. „Es ist dann jedes Jahr erweitert worden. Jetzt ist es aber endgültig fertig“, ist sich Hollaus sicher.

© Böhm Thomas

Seine Fingerfertigkeit hat Hollaus wohl in seinem ersten Beruf als Tischler erlernt. Die Häuserzeile hat er in dreimonatiger Kleinstarbeit aus einfachen Spanplatten und Holzstäben zusammengestückelt. Sobald das Grundmodell aufgebaut war, kamen die Wohnheim-Bewohner ins Spiel. „Sie durften die Häuser in den verschiedenen Farben bemalen“, sagt Hollaus.

Auf dem drei Meter langen Modell gibt es einiges zu entdecken. Vor den Häusern spazieren Menschen mit ihren Haustieren. Eine rote Vespa parkt am Straßenrand. Und in den ein oder anderen Raum kann man sogar hineinschauen. „Die Bewohner des Wohnheims und Besucher stehen gerne vor der Häuserzeile und schwelgen in Erinnerungen“, erzählt Hollaus. Bis April darf man das Modell noch bestaunen, dann verschwindet es über den Sommer wieder.

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