Der Lebzelter in Innsbruck tüftelt schon an neuen Kreationen
Ein Ladenschild in der Innsbrucker Altstadt führt zum jüngsten heimischen Lebzelter. Wie im Mittelalter wird wieder ganzjährig gebacken.
Innsbruck – Der Schriftzug eines Ladenschilds birgt eine kleine Geschichte des Lebkuchens in Tirol. „Tiroler Wachszieher und Lebzelter“ heißt es da. Susanne Walde erzählt, wie die Familie den Betrieb vor über 170 Jahren übernahm und wo die Bienenfelder in der Kaiserjägerstraße lagen. Das Wachs wurde für die Kerzen verwendet, der Honig für die Lebzeltenherstellung. „Das Wachsziehen ist uns geblieben“, erzählt Walde. Die Großtante war die letzte Lebzelterin der Familie. Doch Lebzelten gibt es im Kerzengeschäft nach wie vor das ganze Jahr über. Die Herstellung nach dem familieneigenen Rezept übernehmen heute die geschickten Hände von Konditoren.