Beckenbauer reist nicht zu Trauerfeier für langjährigen Freund Pelé
Franz Beckenbauer war zu dessen Lebzeiten mit dem brasilianischen Fußballstar Pelé eng befreundet. Nun kann er nicht zu dessen Trauerfeier reisen – aus gesundheitlichen Gründen.
Berlin – Fußball-Legende Franz Beckenbauer verzichtet auf eine Reise zur Trauerfeier für seinen früheren Mitspieler Pelé nach Brasilien. "Ich würde es gerne tun, aber einen so langen Flug lässt meine Gesundheit leider nicht zu. Ich werde meinen Freund im Herzen auf seinem letzten Weg begleiten", sagte Beckenbauer in einem Interview der Bild am Sonntag.
Zuletzt hatten der 77-jährige Deutsche und der im Alter von 82 Jahren gestorbene Brasilianer weniger Kontakt, "weil wir ja beide angeschlagen waren", sagte Beckenbauer: "Aber eine solche Freundschaft hält trotzdem ein Leben lang. Uns bleiben ja die schönen Erinnerungen."
Pelé habe ihn immer "meinen weißen Bruder" genannt, erinnerte sich Beckenbauer: "Und so war er auch, wie ein Bruder. Selbst zu wildfremden Menschen strahlte er eine Herzlichkeit aus." 1977 spielten Beckenbauer und Pelé zusammen bei New York Cosmos in den USA.
Pelé wird in einem Friedhof-Hochhaus in der brasilianischen Hafenstadt Santos beigesetzt. Nach der Trauerfeier im Estádio Urbano Caldeira werde sein Leichnam am Dienstag in das Memorial Necrópole Ecumênica gebracht, wo er im engsten Familienkreis bestattet werde, hatte sein langjähriger Verein FC Santos mitgeteilt. (APA, dpa)
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