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Jugendsünden mit Popcorn: Tagebuch Slam kehrt auf neuer Bühne nach Innsbruck zurück

2013 startete Köhle den Tagebuch Slam, mittlerweile entstand daraus ein österreichweites Format samt zwei Büchern und einem Podcast.
© David Samhaber

Zum 10. Geburtstag bekommt der Tagebuch Slam eine neue Bühne – im Innsbrucker Metropol-Kino. Mutige KandidatInnen sind immer gefragt.

Innsbruck – In Innsbruck werden bald wieder Jugendsünden preisgegeben – und zwar auf einer neuen Bühne: Nach 36 Ausgaben im Treibhaus und gut sechs Monaten Pause feiert der Tagebuch Slam am 22. Jänner sein Comeback im Metropol-Kino. „Wenn das Netflix-Publikum am Sonntagabend aus dem Haus geht, belohnen wir es mit bequemen Sesseln und Popcorn“, freut sich Veranstalterin Diana Köhle.

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Unser Gewinnspiel wurde bereits ausgelost.

Das Prinzip bleibt dasselbe: Vier KandidatInnen lesen aus ihren alten Tagebüchern vor, die ZuschauerInnen lachen oder leiden mit – und küren zum Schluss durch Applaus eine/n Sieger/in. Erfahrungsgemäß sei das Publikum nirgends so groß wie in Innsbruck, erzählt Köhle.

🎧 Podcast-Tipp

Pünktlich zum Geburtstagsjahr hat am Sonntag auch die neue Staffel des Podcasts „Mein Tagebuch, ich + ..." begonnen. Dort treffen die, die Tagebuch geschrieben haben mit denen zusammen, um die es im Tagebuch ging. In den etwa halbstündigen Folgen geht es unter anderem um die Liebe, den ersten Urlaub ohne Eltern, Mutter-Tochter-Beziehungen oder Volksschulfreundschaften. Zu hören überall, wo es Podcasts gibt.

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Knapp die Hälfte der Plätze sei bereits verkauft oder reserviert, bestätigt Metropol-Marketingleiter Clemens Schumacher den Zulauf. Und das, obwohl „das Publikum an Long Covid leidet“, wie Köhle augenzwinkernd meint. Der Veranstaltungskalender ist zwar wieder gut gefüllt, die Ränge vollzubekommen aber nach wie vor schwierig. Statt Kartenvorverkauf sei eher Spontaneität gefragt, berichtet Schumacher.

Wir versuchen schon lange, mehr als ein reines Kino zu sein.
Clemens Schumacher (Marketingleiter Metropol-Kino)

Für ihn ist der Tagebuch Slam eine Premiere – sowohl als Zuschauer als auch als Gastgeber. „Mir taugt diese Szene aber sehr und wir versuchen ja schon lange, mehr als ein reines Kino zu sein.“ So fanden und finden Live-Konzerte sowie Musikvideo- und Filmfestivals statt, im Februar steht eine Super-Bowl-Party am Programm.

KandidatInnen gesucht

Eingeplant sind bereits fünf weitere Slams – einer am Muttertag. „Weil sie oft Thema im Tagebuch sind, bringen viele gern ihre Mütter mit“, erzählt Köhle. Für den 22. haben sich bereits drei mutige TirolerInnen gefunden, trotzdem ist die gebürtige Nassereitherin immer auf der Suche nach KandidatInnen: „Ich hoffe, dass sich viele ihre Neujahrsvorsätze zu Herzen nehmen und alles machen, was sie schon immer machen wollten.“