40.000 Kostüme und Ziegel aus Styropor zum Bestaunen im Landestheater
Stumpfe Schwerter, falsche Kuchen, Bärte aller Art, Pharaonengewänder und Ziegel aus Styropor. Hinter den Kulissen des Tiroler Landestheaters gibt es viel zu entdecken.
Hinab geht es mit Désirée und Franziska als Erstes in einen langen Kellerraum, bis an die Decke vollgeräumt mit Waffen. „Schwerter und Degen sind natürlich stumpf und die Gewehre unbrauchbar gemacht“, erklärt Franziska.
Wie alle anderen Requisiten sind sie immer wieder im Theater im Einsatz und werden dazwischen eingelagert. In anderen Räumen befinden sich, super-ordentlich sortiert, Ski, Räder, Koffer, Bücher und unendlich viel Geschirr, in Kisten lagern falsche Kuchen und Schnitzel, die zumindest von Weitem ziemlich echt aussehen.
Treppauf, treppab geht es ins Möbellager – wer sich im Haus nicht auskennt, verirrt sich mit Sicherheit. Viel Arbeit gibt es im Kostümlager, „denn alle 40.000 Kostüme müssen digitalisiert werden“, sagt Désirée. In jedes Teil, egal ob Pharaonengewand oder Prinzessinnenrobe, wird dazu ein Etikett mit einem Strichcode eingenäht.
„Damit können wir dann alles abrufen – Größe, Farbe, wer das Kostüm in welchem Stück getragen hat“, so Désirée. In der Maske wird gerade eine Perücke gemacht, „mindestens 40 Arbeitsstunden braucht es dafür“, erzählt Franziska.
Auch die Handwerker sind im Einsatz. Im Malereisaal lässt Christian ein Styroporteil zu einem Ziegel werden – sieht total echt aus, ist aber viel leichter, was beim fast täglichen Wechsel des Bühnenbilds wichtig ist.