Hinter den Kulissen

40.000 Kostüme und Ziegel aus Styropor zum Bestaunen im Landestheater

Désirée Burtscher zeigt uns ein Kostüm, das bald für das Kinderstück „Ich fühl’s nicht“ zum Einsatz kommen wird. Die Kostüme werden selbst geschneidert oder auch, wie andere Requisiten, auf Flohmärkten gekauft. Dazu tauscht man mit anderen Theatern, denn das spart für alle Geld.
© Axel Springer

Stumpfe Schwerter, falsche Kuchen, Bärte aller Art, Pharaonengewänder und Ziegel aus Styropor. Hinter den Kulissen des Tiroler Landestheaters gibt es viel zu entdecken.

Hinab geht es mit Désirée und Franziska als Erstes in einen langen Kellerraum, bis an die Decke vollgeräumt mit Waffen. „Schwerter und Degen sind natürlich stumpf und die Gewehre unbrauchbar gemacht“, erklärt Franziska.

Wie alle anderen Requisiten sind sie immer wieder im Theater im Einsatz und werden dazwischen eingelagert. In anderen Räumen befinden sich, super-ordentlich sortiert, Ski, Räder, Koffer, Bücher und unendlich viel Geschirr, in Kisten lagern falsche Kuchen und Schnitzel, die zumindest von Weitem ziemlich echt aussehen.

Franziska Goller weiß, wo welches Schwert zu finden ist, das der Regisseur für sein Stück braucht. Bei Zigtausenden Requisiten muss natürlich richtig Ordnung gehalten werden.
© Axel Springer

Treppauf, treppab geht es ins Möbellager – wer sich im Haus nicht auskennt, verirrt sich mit Sicherheit. Viel Arbeit gibt es im Kostümlager, „denn alle 40.000 Kostüme müssen digitalisiert werden“, sagt Désirée. In jedes Teil, egal ob Pharaonengewand oder Prinzessinnenrobe, wird dazu ein Etikett mit einem Strichcode eingenäht.

Meterlang nur Kostüme auf Bügeln.
© Günther Egger
© Axel Springer
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„Damit können wir dann alles abrufen – Größe, Farbe, wer das Kostüm in welchem Stück getragen hat“, so Désirée. In der Maske wird gerade eine Perücke gemacht, „mindestens 40 Arbeitsstunden braucht es dafür“, erzählt Franziska.

© Axel Springer
Bärte wie Perücken werden in der Maske hergestellt. Für die Perücke werden mit einer dünnen Nadel die Haare teilweise einzeln durch einen Tüll mit Löchern gezogen.
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Auch die Handwerker sind im Einsatz. Im Malereisaal lässt Christian ein Styroporteil zu einem Ziegel werden – sieht total echt aus, ist aber viel leichter, was beim fast täglichen Wechsel des Bühnenbilds wichtig ist.

Christian Ladner ist Maler und Bildhauer. Er sorgt dafür, dass Gebäude oder Statuen in den Theaterstücken richtig echt aussehen.
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