Krach bei Tirols Tourismusverbänden: Obmann Entner wirft das Handtuch
Riesenwirbel im Verband der Tiroler Tourismusverbände: Nach heftiger Kritik und Rücktritten geht Verbands-Chef Hans Entner.
Innsbruck – Heftig rumort hatte es im Verband der Tiroler Tourismusverbände (VTT), in dem alle nach der Fusionswelle verbliebenen 34 Tourismusverbände vertreten sind, schon lange. Jetzt kam es, nachdem es schon bei der Generalversammlung im Oktober hoch hergegangen war, bei einer Außerordentlichen Generalversammlung zum großen Knall: Gleich mehrere Vertreter großer Verbände wie etwa dem Paznauntal oder dem Alpbachtal übten heftige Kritik am Kurs von VTT-Chef Hans Entner (Obmann des Tourismusverbandes Achsensee), es kam zu heftigen Wortgefechten und Rücktritten.
Als Körperschaft des öffentlichen Rechts im Sinne des Tiroler Tourismusgesetzes soll der VVT starke Stimme der Verbände sein, die immerhin im Jahr über ein kumuliertes Budgets deutlich jenseits der 200 Mio. Euro verfügen. Zudem ist der VTT in wichtigen Gremien wie dem Tyrol Tourism Board, der Lebensraum Tirol Holding GmbH und dem Tourismusforschungsbeirat vertreten.
Die Kritiker bemängelten den Führungsstil und die Informationspolitik Entners, zudem vermisse man eine kantigere und entschiedenere Vertretung der eigenen Interessen gegenüber der Politik wie etwa bei der angestrebten Valorisierung der Kurtaxe. Entner sprach von einem „unwürdigen Bild unseres Vereins“ und trat noch gestern als Obmann zurück.
Tourismuslandesrat Mario Gerber drängt auf einen rasch wieder voll funktionsfähigen VTT.
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