FPÖ-Neujahrstreffen

Kickl hofft auf freiheitlichen Kanzler, Landbauer will "System ÖVP" zerschlagen

Die FPÖ setzt weiter auf ihr Lieblingsthema: Grenzen schließen.
© ALEX HALADA

Wiener Neustadt – In Wiener Neustadt ging am Samstag das Neujahrstreffen der FPÖ über die Bühne. Das Treffen stand ganz im Zeichen der bevorstehenden Landtagswahl in Niederösterreich. Parteichef Herbert Kickl hofft hier auf einen "Riesenerfolg", nach der nächsten Wahl im Bund aber auch auf einen FPÖ-Kanzler.

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Zum Auftakt begrüßte FPÖ-Generalsekretär Michael Schnedlitz die Besucher im Veranstaltungszentrum Arena Nova. Er ist auch Bürgermeister-Stellvertreter von Wiener Neustadt. Schnedlitz attackierte die politischen Mitbewerber, allen voran die ÖVP: "Mit Niederösterreich hat diese ÖVP längst nichts mehr zu tun." Die "Muttersprache" der Volkspartei sei etwa Korruption, befand er. "Wir sind im Steigflug während der ÖVP die Wähler, die Minister und die Landeshauptleute davonschwimmen." ÖVP-Chefin und "Ballkleid-Hanni" Johanna Mikl-Leitner werde als nächste an der Reihe sein, prophezeite er.

Landbauer fürchtet "Schmutzkübelkampagnen"

Im Anschluss ergriff Landesparteichef Landbauer das Wort. Man werde am 29. Jänner in Niederösterreich auf Sieg spielen, stellte er klar. Er freute sich zunächst, dass der "Corona-Wahnsinn" und "Rundumschlag einer dilettantischen Regierung" nun Geschichte sei. "Wir Freiheitlichen haben genau dieses Corona-Regime zerschlagen", zeigte er sich überzeugt.

"Ich trete an, um das System ÖVP zu brechen", hielt er fest. Die letzte schwarze Bastion werde in Niederösterreich fallen, prophezeite er – wobei er zugleich "Schmutzkübelkampagnen" der Volkspartei befürchtete. Man wolle ein "gerechteres" Niederösterreich schaffen. Man sei nicht gegen, sondern für etwas, etwa für Familien oder Sicherheit.

Asylchaos, Korruption und Preisexplosion müssten bekämpft werden, befand Landbauer. Mit der "Fehlpolitik" werde man aufräumen. Mikl-Leitner habe selbst als Innenministerin die Grenzen "wie Scheunentore" offen gelassen. 2023 müsse hingegen das "Jahr der Abschiebung" werden.

Landbauer warnte davor, nun angesichts guter Umfragen hochmütig zu werden. "Wir haben noch nicht gewonnen." Aber man könne gewinnen. Es gelte nun, in den nächsten Gang hochzuschalten.

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Kickl: "Ich bin wieder da"

Der Parteiobmann wurde mit Jubel empfangen. "Ich bin jetzt richtig beschämt", freute sich Kickl über den Auftrittsapplaus. Er hieß die Delegierten in der "Festung Österreich" willkommen. "Ich bin wieder da", versicherte der zuletzt erkrankte Politiker. Der "letzte Bazillus" sei wieder verschwunden.

Nur die FPÖ stünde auf der Seite der Bevölkerung, nicht das "Konglomerat" aller anderen Parteien, erklärte er. Bundespräsident Alexander Van der Bellen bezeichnete er als "Alexander der Schwache". Kickl konstatierte einen "Dachschaden" in der Politik und forderte einmal mehr Neuwahlen.

Die Regierung sei zu feige, um zurückzutreten. Es handle sich offenbar um eine Selbsthilfegruppe, der es nur um das eigene Überleben bis 2024 gehe. "Aber da werden wir ihnen einen Strich durch die Rechnung machen, aber einen ordentlichen." Es komme dabei auf jede einzelne Stimme an.

Man werde nach der nächsten Wahl das Kommando übernehmen und "retten, was zu retten ist". Es gehöre dazu, dass man der Regierung bei den anstehenden Wahlen eine Zwischenabrechnung präsentiere. Er hoffe etwa auf einen "Riesenerfolg" in Niederösterreich. "Wenn das erledigt ist, dann liebe Freunde, braucht es einen Erfolg bei den Nationalratswahlen. Es braucht einen freiheitlichen Sieg." (APA)

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