Fast Fashion heizt Klimakrise an: Österreicher horten Millionen Kleidungsstücke ungenützt im Kasten
Klamotten als Klimasünder: Nur drei Prozent Kleidungsstücke weltweit werden recycelt, ein Drittel landet im Müll. Konsumexperten fordern daher dringend ein Vernichtungsverbot und Lieferkettengesetz. Im Bundesländervergleich geben die Tiroler:innen monatlich das meiste Geld für neue Kleidung aus.
Wien – Rund die Hälfte der Kleidung, die in den Kästen der Österreicherinnen und Österreicher liegt, wird kaum bis gar nicht getragen. Eine Umfrage im Auftrag der Arbeiterkammer (AK) und Greenpeace errechnete 185 Millionen fast ungenützte Kleidungsstücke. „Die Trends von heute sind morgen schon wieder Müll", brachte es Greenpeace-Konsumexpertin Lisa Panhuber am Mittwoch bei einer Pressekonferenz auf den Punkt. Die Fast Fashion wurde zum Umweltproblem.
Die schnelllebige Modeindustrie „heizt die Klimakrise an, verschmutzt Flüsse und Meere und ist für untragbare Arbeitsbedingungen für Millionen von Menschen verantwortlich", sagte Panhuber. Nur drei Prozent der Textilien weltweit werden recycelt. „Es wird zu viel produziert und weggeworfen, Kleidung wird zu kurz getragen", betonte auch AK-Konsumforscherin Nina Tröger. „Es braucht Änderungen im Verhalten – ein Umdenken bei Produzentinnen und Produzenten, Händlerinnen und Händlern, aber auch Konsumentinnen und Konsumenten – und gesetzliche Regeln".