🎿 Ski Alpin | Slalom

Sieben Hundertstel fehlten Feller zum Glück

Vor 40.000 euphorischen Fans carvte Manuel Feller auf Platz vier.
© GEORG HOCHMUTH

Vor 40.000 Fans holte sich der Franzose Clément Noël gestern den Sieg im Nightrace von Schladming. Der Tiroler Manuel Feller rutschte als Vierter am Ende noch vom Stockerl, Fabio Gstrein wurde Neunter.

Schladming – Nur zwei Tage nach dem Slalom-Spektakel am Ganslernhang von Kitzbühel stand gestern das nächste Highlight am Programm: das Nightrace in Schladming vor rund 40.000 Ski-Fans. Und dort hatte vor allem einer was vor: Manuel Feller. Tirols Ski-Ass war in Kitzbühel als Halbzeit-Führender auf seinen ersten „Heimsieg“ losgegangen, fädelte dann aber ein. Gestern legte der 30-jährige Fieberbrunner als Zweiter des ersten Durchgangs die Basis für die große Wiedergutmachung.

Doch auch dieses Mal musste Feller am Ende einen Frustschrei loslassen – und das trotz weit besserem Ausgang als noch in Kitzbühel. Zu viele Fehler kosteten zwar einen Podestplatz, am Ende gab es aber mit nur 0,07 Sekunden Rückstand auf das Stockerl Rang vier.

📽️ Video | Der Siegeslauf von Clement Noël

„Nicht schlecht, aber auch nicht gut genug“, versuchte der ÖSV-Star das Geschehene einzuordnen, „Es war schon brutal schwierig heute. Es wäre schön gewesen für das Publikum, wenn ein Österreicher am Podest gelandete wäre. Es ist schade.“

Der Sieg ging an den Franzosen Clément Noël vor dem Schweizer Ramon Zenhäusern und dem Norweger Lucas Braathen. Dessen Landsmann Henrik Kristoffersen fiel als Halbzeit-Führender noch auf Platz elf zurück, verpasste damit seinen fünften Rekordsieg in Schladming.

Der Ötztaler Fabio Gstrein erreichte hingegen das Ziel, kam nach Rang zehn beim Kitzbühel-Slalom dieses Mal auf Platz neun und bestätigte damit seine Anwartschaft auf einen WM-Startplatz im Slalom.

Pech hatte im zweiten Lauf wie so viele andere Österreicher aber der Kärntner Adrian Pertl. Der 26-jährige Vizeweltmeister von 2021 setzte in der Entscheidung von Rang 18 aus alles auf eine Karte, seine starke Fahrt wurde aber durch einen Einfädler jäh gestoppt. Kurz darauf folgte ihm auch noch Marco Schwarz, der 2021 das Nightrace gewinnen konnte und dort seinen vierten und bis dato letzten Weltcup-Sieg feierte. Auch der Kärntner fiel aus dem Kurs, rettete sich aber mit großem Rückstand ins Ziel und wurde 25.

Verpatzt war die Entscheidung auch beim Olympia-Zweiten Johannes Strolz. Der Vorarlberger schrieb nach fünf Ausfällen als 16. zwar wieder an, vergab aber mit dicken Patzern eine weit bessere Platzierung.

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Heute (17.45/20.45 Uhr, live TT.com-Ticker) geht das Spektakel weiter, wenn erstmals ein Weltcup-Riesentorlauf auf der Schladminger Planai bei Flutlicht stattfindet. (rost)

⏱️ Endstand I Slalom der Herren

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