Skispringen | Weltcup

Iraschko-Stolz muss erneut unters Messer, Karriereende kein Thema

Die Rückkehr auf die Schanze dauert für Daniela Iraschko-Stolz noch an.
© GEORG HOCHMUTH

Während Daniel Huber sein Comeback im Weltcup feiert, heißt es für Sara Marita Kramer und Daniela Iraschko Stolz weiterhin „Bitte warten!“.

Innsbruck – Der Salzburger Daniel Huber kehrt am Wochenende in Willingen in den Weltcup der Skispringer zurück. Der 30-Jährige wurde nach dem Saison-Auftakt Anfang November in Wisla wegen einer Knorpelabsplitterung im rechten Knie operiert, bei Trainingssprüngen zuletzt überzeugte Huber. Sara Marita Kramer ist hingegen noch nicht für einen Wiedereinstieg bereit, sie fehlt auch in Willingen. Für den Weltcup 2022/23 und die WM in Planica gar kein Thema wiederum ist Daniela Iraschko-Stolz.

Die 37-Jährige muss sich am Freitag durch ÖSV-Teamarzt Jürgen Barthofer am schon seit der vergangenen Saison lädierten rechten Knie einem neuerlichen ambulanten Eingriff unterziehen. Das erfordert zumindest sechs weitere Wochen Belastungspause. Ende Dezember hatte sich ÖSV-Chefcoach Harald Rodlauer überzeugt gezeigt, dass die gebürtige Steirerin vor den Weltmeisterschaften in den Weltcup zurückkehrt. Ein Karriereende der Wahl-Tirolerin sei allerdings kein Thema, wie es am Mittwoch in einer ÖSV-Aussendung hieß.

„Vielleicht kann ich Sara ein bisschen weiterhelfen“

Die seit längerem eine Trainerausbildung durchlaufende Iraschko-Stolz werde gelegentlich im Betreuerteam Rodlauers mitarbeiten und u.a. Kramer unterstützen. „So bleibe ich nah am Sport und gewinne vielleicht sogar neue Einblicke für mich und meine weitere Karriere“ sagte Iraschko-Stolz. „Ich sehe das Ganze natürlich mit dem Blick der immer noch aktiven Sportlerin. Die ÖSV-Verantwortlichen vertrauen mir und vielleicht kann ich Sara hier und da ein bisschen weiterhelfen.“ Von sich selbst glaubt sie, dass sie ohne Knieprobleme besser denn je zuvor Skispringen könnte.

Dieses Ziel verfolgt für sich wohl auch Kramer. Die 15-fache Weltcupsiegerin war an ihrem 16. Weltcupsieg und damit der Einstellung der ÖSV-Rekordmarke von Iraschko-Stolz als Zweite beim Saisonauftakt in Wisla einigermaßen dran. Nach dem Japan-Trip wurde die 21-Jährige Mitte Jänner für ein Sonderprogramm aus dem Weltcup genommen. Wahrscheinlich ist, dass die Weltcup-Titelverteidigerin vor den WM-Bewerben nicht in den Weltcup zurückkehrt. „Sara wird sich weiter mit unserem Betreuerteam sehr individuell Richtung zukünftige Aufgaben vorbereiten.“

Hayböck, Tschofenig und Aigner wieder zurück

Während das Willingen-Aufgebot der ÖSV-Frauen mit der Weltcupführenden Eva Pinkelnig, der aufstrebenden Chiara Kreuzer sowie Jacqueline Seifriedsberger und Hannah Wiegele damit nur vierköpfig ist, tritt bei den rot-weiß-roten Männern wie gewohnt ein Septett an. Michael Hayböck, Daniel Tschofenig und Clemens Aigner sind wieder dabei, nachdem sie das Kulm-Skifliegen wegen grippaler Infekte verpasst haben. Dazu kommen Stefan Kraft, Manuel Fettner und Jan Hörl sowie eben Huber. Fix ist auch, dass Huber nächste Woche am Weltcup in Lake Placid nicht teilnimmt.

„Wir müssen sein Comeback, mitten in der Saison, natürlich genau dosieren“, erklärte ÖSV-Cheftrainer Andreas Widhölzl. Der Team-Olympiasieger selbst gab sich optimistisch: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass jetzt der richtige Moment da ist, um wieder einzusteigen.“ Die knapp dreimonatige Pause sei keine einfache Zeit für ihn gewesen. „Ich hatte sogar gehofft, dass ich etwas schneller wieder zurück bin. Aber wichtig ist, was als nächstes kommt.“ In Willingen ist das ein Mixed-Bewerb am Freitag sowie je zwei Einzelbewerbe am Wochenende für Frauen und Männer. (APA)

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