Besuch im Kriegsgebiet

Van der Bellen in der Ukraine: Solidarität im Angesicht der Gräuel

Van der Bellen in Borodjanka im Raum Kiew, wo russische Soldaten ebenfalls Kriegsverbrechen verübt haben sollen.
© APA/Roland Schlager (3)

Bundespräsident Alexander Van der Bellen besuchte am Mittwoch die Ukraine. Eine Reise zu Orten des Verbrechens, eine Reise, die aber auch das zarte Pflänzchen Hoffnung sprießen lassen soll.

Aus Butscha

Kiew – In dem einst beschaulichen Kiewer Vorort Butscha, 25 Kilometer nordwestlich der ukrainischen Hauptstadt, schaut die Welt – auch Monate nach den Verbrechen russischer Soldaten – noch immer in den Abgrund des Menschlichen. Die ukrainischen Befreier fanden Ende März Hunderte Leichen, mit Kopfschüssen oder aufgeschlitzten Kehlen, die Hände am Rücken zusammengebunden.

Kurz nachdem Russlands Präsident Wladimir Putin am 24. Februar seine Truppen in die Ukraine geschickt und die Hauptstadt Kiew im Handstreich zu erobern versucht hatte, brach die Hölle über Butscha herein. Panzerkolonnen rollten durch den Vorort und wurden zerschossen. Russische Truppen wüteten daraufhin rund einen Monat in der Kleinstadt, bevor sie Ende März von ukrainischen Einheiten befreit wurde. Bewohner erzählen von unfassbaren Gräueltaten, von Hinrichtungen, Folter und Vergewaltigungen. Hier wurden Kriegsverbrechen verübt.

Der Bundespräsident bei der Ankunft in Kiew am Mittwochmorgen. Besucher der ukrainischen Hauptstadt müssen derzeit mit dem Zug anreisen.

Bundespräsident Alexander Van der Bellen besuchte am Mittwoch zusammen mit Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, Wirtschaftsminister Martin Kocher und Vertretern von Hilfsorganisationen – Andreas Knapp von der Caritas Österreich, Michael Opriesnig vom Österreichischen Roten Kreuz und Erich Fenninger von der Volkshilfe Österreich – den Ort des Grauens.

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