Neue Förderung: 31 Mio. Euro im Jahr für Start-ups
Die Wirtschaftsförderung wurde neu aufgelegt. Für Start-ups, aber auch Tourismus oder Nachhaltigkeit gibt es Geld.
Innsbruck, Zirl – Simon Meinschad, Geschäftsführer von hollu, hat mit seiner App NOA den Innovationspreis 2022 gewonnen. Die Softwarelösung, ein „digitaler Hygienemanager“, siegte in der Kategorie „Dienstleistungsinnovation“. Der Tiroler Innovationspreis gilt als wichtigste Auszeichnung des Landes für innovative Produkte, die schon erste Erfolge auf dem Markt erzielten. Finanziert wurde die Entwicklung der App auch durch Förderprogramme der Wirtschaftsförderung. Es sei wichtig, dass „Politik und Wirtschaft gemeinsam an einem Strang ziehen“, sagt Meinschad. Lebens- und Arbeitswelten seien in Bewegung, Förderprogramme „ein wichtiger Weg für die Steuerung und vor allem Beschleunigung der Veränderungsprozesse“.
Um der Veränderung gerecht zu werden, wurde die Wirtschaftsförderung neu aufgestellt. Im Fokus stehen auch „Start-ups“. Für diese und Schwerpunkte wie etwa Tourismus und Regionalität, Infrastrukturförderung, Digitalisierung sowie Klima und Nachhaltigkeit fließen 2023 rund 31 Mio. Euro. Diese jährliche Summe (2019 bis 2021 lag die Förderung bei 100 Mio. Euro) könne sich nach 2023 je nach wirtschaftlicher Entwicklung auch noch erhöhen, sagte Tirols Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP).
Mit der neuen Start-up-Förderung sollen bei Neo-Unternehmen in der Anfangsphase 100 Prozent der Kosten mit einer Deckelung von maximal 20.000 Euro fließen. Wirtschaftslandesrat Gerber betont „Qualität statt Quantität“. Gefördert werde „nicht mit der Gießkanne, sondern punktgenau“. Gerber betont auf Nachfrage auch, dass das geplante Reallabor-Rahmengesetz das Erproben neuer Geschäftsmodelle erleichtern werde. So werde die Konkurrenzfähigkeit von Unternehmen erhöht. In der Planungsphase von Projekten werden Betriebe von der Wirtschaftskammer unterstützt. (ver)