Analyse
Die wahren Probleme des Altherrenclubs ÖFB
Dass Gerhard Milletich, Präsident des Österreichischen Fußball-Bunds, seinem Rücktritt einen Rundumschlag folgen lassen würde, war abzusehen. Sich aber über „Feindseligkeiten im Präsidium“ zu mokieren und selbst mit Schlamm zu werfen, das mag jeder für sich bewerten. Noch dazu ließ der 66-Jährige keine Einsicht zu der von ihm ausgelösten „Inseraten-Affäre“ erkennen: Milletich soll Kontakte zu Verbandssponsoren für seine beruflichen Zwecke genützt haben, was ungeachtet einer strafrechtlichen Komponente auf einen fragwürdigen moralischen Kompass hinweist.