Nach versuchtem Anschlag

Armee: Mehrere bewaffnete Palästinenser bei Razzia in Jericho getötet

Verlassene Straßen am Morgen nach der Razzia in Jericho.
© APA/AFP/AHMAD GHARABLI

Ziel des Einsatzes war die Festnahme zweier militanter Palästinenser, die vor gut einer Woche nach einem versuchten Anschlag auf israelische Zivilisten in die Stadt geflüchtet sind.

Tel Aviv – Bei einer Razzia der israelischen Armee in Jericho im Westjordanland sind nach Militärangaben mehrere bewaffnete Palästinenser getötet worden. Ziel des Einsatzes sei die Festnahme zweier militanter Palästinenser gewesen, die vor gut einer Woche nach einem versuchten Anschlag auf israelische Zivilisten in die Stadt geflüchtet seien, hieß es in einer Mitteilung der Armee am Montag.

Am 28. Jänner seien zwei bewaffnete Mitglieder der militanten Palästinenserorganisation Hamas zum Eingang eines Restaurants in der israelischen Siedlung Vered Jericho gekommen. Dort hätten sich rund 30 Zivilisten aufgehalten. Eine Ladehemmung habe jedoch Opfer verhindert.

In der Nacht auf Montag seien Soldaten während eines Einsatzes im Flüchtlingslager Aqbat Jabr im Gouvernement Jericho beschossen worden. Sie hätten das Feuer erwidert und mehrere Angreifer getroffen. Darunter seien auch Mitglieder der Zelle, die an dem versuchten Anschlag beteiligt gewesen sei.

Die Sicherheitslage in Israel und den Palästinensergebieten hatte sich zuletzt weiter verschärft. Am Tag nach einer tödlichen Razzia der israelischen Armee mit zehn Toten in der Stadt Jenin im Westjordanland erschoss ein palästinensischer Attentäter am Freitag vor einer Woche vor einer Synagoge in Ost-Jerusalem sieben Menschen.

Seit Jahresbeginn sind nach Angaben des palästinensischen Gesundheitsministeriums 36 Palästinenser bei Konfrontationen mit der israelischen Armee oder ihren eigenen Anschlägen getötet worden. (APA/dpa)