❤️ Blumen klar vor Süßkram

Valentinstag bringt Handel 140 Mio. Euro, Tiroler:innen geben am wenigsten aus

Die hohe Inflation hat dem Einzelhandel im vergangenen Jahr ein sattes Minus beschert.

Wien – Ein wenig sparsamer als im Vorjahr wollen sich Österreicher zum Valentinstag 2023 geben, das Durchschnittsbudget für Geschenke beträgt heuer 73 Euro. 2022 wurden mit 84 Euro noch 13 Prozent mehr investiert. „Dennoch sind die Mehreinnahmen für den Handel von mindestens 140 Mio. Euro respektabel, gerade jetzt in Zeiten der Teuerung“, gibt sich Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will mit Blick auf den 14. Februar zufrieden.

Nicht viel geändert hat sich bei der Geschenkauswahl, die Kategorie „Blumen & Pflanzen“ führt mit 52 Prozent eindeutig vor „Schokolade, Pralinen, Süßigkeiten“ (24 %). Zurück am Stockerl sind nach pandemiebedingter Abstinenz die „Restaurantbesuche“ (15 %), wie die Consumer-Check-Studie von Handelsverband und Mindtake ergab. Regionale Unterschiede waren bei den geplanten Ausgaben beachtlich, liegen die durchschnittlichen Pro-Kopf-Ausgaben in Vorarlberg mit 87 Euro am höchsten, werden in Tirol nur 54 Euro lockergemacht.

Bilanz für 2022 weniger erfreulich

Weniger erfreulich ist die Bilanz für 2022. Die Branche (ohne Handel mit Kfz, inkl. Tankstellen) verzeichnete gegenüber 2021 ein nominelles Umsatzwachstum von 8,1 Prozent. Unter Berücksichtigung der Inflation ergab sich im Absatzvolumen allerdings nur noch ein Minus von 0,8 Prozent. Das zeigen vorläufige Auswertungen der Statistik Austria am Montag. Das Umsatzplus im Handel mit Lebensmitteln, Getränken und Tabakwaren lag 2022 bei 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr, im Absatz bedeutet das ein Minus von 3,2 Prozent. Beim Handel mit Nicht-Nahrungsmitteln ergab sich ein Umsatzwachstum von 8,1 Prozent (Absatzplus von 1,3 %).

Im Dezember 2022 zeigte sich ein ähnliches Bild: Der österreichische Einzelhandel (ohne Handel mit Kfz; inkl. Tankstellen) setzte nominell 10 Prozent mehr um als im Vergleichsmonat des Vorjahres 2021, unter Berücksichtigung der Inflation entsprach das einem Minus im Absatzvolumen von 0,4 Prozent. (TT)

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