Neues Management

Das Team Thiem: Bruder Moritz neuer Manager von Dominic Thiem

Dominic und Moritz Thiem sind künftig offiziell geschäftlich verbunden.
© GEPA pictures/ Matthias Hauer

Dominic Thiem und Kosmos gehen getrennte Wege. Künftig wird die „Marke Thiem“ zum Familienunternehmen. Bruder Moritz (23) übernimmt die Management-Agenden.

Wien – Österreichs Tennis-Star Dominic Thiem und sein Management Kosmos gehen getrennte Wege. Dies wurde am späten Montagabend von der Investmentgruppe Kosmos verlautbart und auch von Moritz Thiem, dem Bruder von Dominic, bestätigt. Die Zusammenarbeit hat weniger als zwei Jahre gedauert und war geprägt von der langen Verletzungspause des US-Open-Siegers von 2020. Dienstagvormittag bestätigte Moritz Thiem der APA, dass er als neuer Manager fungieren wird.

„Viel mehr gibt es dazu nicht zu sagen, wir haben die Partnerschaft mit Kosmos ohne Streit oder derartiges beendet. Was uns auch sehr wichtig war“, kommentierte Moritz Thiem die Trennung von Kosmos und dem seit Mitte Juni 2021 als Manager fungierenden Galo Blanco. Die spanische Investmentgruppe hatte zuletzt für Schlagzeilen gesorgt, nachdem der groß angekündigte 3-Milliarden-Dollar-Deal mit dem Internationalen Tennisverband in Sachen Davis Cup von der ITF aufgekündigt worden war.

Dominic hat entschieden, dass ich das Ganze übernehmen soll, weil ich ja sowieso im Hintergrund schon seit drei Jahren alles mache.
Moritz Thiem, Neo-Manager

Noch am Samstag beim Davis Cup in Rijeka hatte Dominic Thiem auf APA-Nachfrage, inwiefern ihn das Scheitern des Deals nachdenklich mache, gemeint: „Mein Management wird mich nicht zum besseren Spieler machen, mein Management wird auch nicht das Feuer in mir entfachen. Da ist es egal, wer mich managt. Man muss auch sagen, dass Kosmos kein großes Glück mit mir gehabt hat. Ich habe unterschrieben und mir fünf Tage danach das Handgelenk zerfetzt. Das ist nicht gut gelaufen, weder für mich noch für die. Was von außen kommt, ist im Moment nicht wichtig. Es ist für mich selber wichtig, dass ich voll das Feuer entfache.“

Management mit Muttersprache macht mehr Sinn

Der Vorgänger von Galo Blanco, der Steirer Herwig Straka, hatte zu dem Themaseine Meinung dargelegt. „Das ist ganz schwer für mich. Klarerweise macht es mehr Sinn ein Management mit der Muttersprache, aus dem eigenen Land, zu haben. Selbst die größten Spieler aller Zeiten haben letztlich viele Sponsoren im eigenen Markt. Roger Federer hat sechs oder sieben Sponsoren aus der Schweiz“, erklärte Straka. Den Markt, aus dem man komme, zu negieren, sei immer gefährlich. „Insofern macht es wenig Sinn ein internationales Management zu haben, aber ich glaube nicht, dass das das Problem ist“, ortet der Steirer andere Ursachen in Bezug auf die schwierige Phase in Thiems Karriere.

Am Dienstagvormittag äußerte sich Moritz Thiem zu einer möglichen Suche nach einem neuen Manager: „Nein, wir werden kein neues Management nehmen. Dominic hat entschieden, dass ich das Ganze übernehmen soll, weil ich ja sowieso im Hintergrund schon seit drei Jahren alles mache.“ Man wolle alles „völlig stressfrei und auf dem kürzesten Weg“ halten, auf dem „nur Dominic und ich die Entscheidungen treffen“. (APA)

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