3525 Unternehmen korrigierten

Unrechtmäßig bezogene Coronahilfen: Unternehmen zahlten 46,5 Mio. Euro zurück

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3525 Unternehmen mussten in Österreich ihre Anträge bisher korrigieren. Unrechtmäßig bezogene Hilfen können empfindliche Strafen nach sich ziehen, wenn sie nicht rechtzeitig korrigiert werden.

Wien – Insgesamt 3525 Unternehmen in Österreich haben bisher fälschlicherweise erhaltene Coronahilfen freiwillig zurückgezahlt. In Summe geht es dabei um 46,5 Mio. Euro, wie der Standard laut Angaben der Covid-19-Finanzierungsagentur des Bundes (COFAG) schreibt. Unrechtmäßig bezogene Hilfen können empfindliche Strafen nach sich ziehen, wenn sie nicht rechtzeitig korrigiert werden. Die Möglichkeit für Korrekturen eines Coronahilfen-Antrags besteht auf der Webseite der COFAG.

Die COFAG hat nach eigenen Angaben bis 6. Februar 2023 mehr als 1,3 Millionen Zuschussanträge in Höhe von rund 14,6 Mrd. Euro an 235.000 heimische Betriebe ausbezahlt. Nach "eingehender Prüfung" seien in den Jahren 2020 bis 2022 insgesamt 103.510 Anträge im Ausmaß von 656 Mio. Euro abgelehnt worden. Zudem hätten Betragskorrekturen weitere Einsparungen von rund 287 Mio. Euro gebracht - Steuergeld, das ohne Prüftätigkeit zur Auszahlung gelangt wäre, wie die COFAG gegenüber dem Standard festhielt. Dies sei bis Ende 2022 bei 20.401 Anträgen der Fall gewesen.

Überförderung der Unternehmen durch Coronahilfen wurde in der Vergangenheit vielfach kritisiert, unter anderem sprach der Rechnungshof in seinem Bericht zur COFAG von einem "beträchtlichem Überförderungspotenzial". Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie staatliche Coronahilfen in Höhe von 47 Mrd. Euro ausgeschüttet. (APA)

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